Kirchen am Rhein über Quereinsteiger in den Pfarrberuf

25 TeilnehmerInnen trafen sich erstmals in Bregenz zur Vollversammlung der Konferenz der Kirchen am Rhein. (Foto: Albecker)
25 TeilnehmerInnen trafen sich erstmals in Bregenz zur Vollversammlung der Konferenz der Kirchen am Rhein. (Foto: Albecker)

Vollversammlung beriet über das neue Berufsbild von PfarrerInnen

Bregenz (epdÖ) – Mit dem Pfarrberuf beschäftigte sich die Vollversammlung der Konferenz der Kirchen am Rhein bei ihrer Tagung vom 30. April bis zum 1. Mai in Bregenz. „Berufung – Pfarrberuf – Quereinsteiger“, war das Thema von Referaten und Arbeitsgruppen. „Es war interessant zu sehen, wie die unterschiedlichen Mitgliedskirchen mit diesem Thema umgehen, welche Wege bezüglich Quereinsteiger im Pfarrberuf beschritten werden“, sagt der Bregenzer Pfarrer Ralf Stoffers, der an der Konferenz teilnahm, im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst.

Im Rahmen der Vollversammlung sei auch eine Empfehlung für die Zulassung von Quereinsteigern in den Pfarrberuf verabschiedet worden, sagt Stoffers. „Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Quereinsteiger sollten einen akademischen Abschluss haben, damit sie wissen wie Wissenschaft und wissenschaftliches Arbeiten funktioniert sowie mindestens fünf Jahre Berufserfahrung.“ Darüber hinaus haben die 25 Konferenzteilnehmerinnen und –teilnehmer in ihrer Empfehlung festgehalten, dass für den Pfarrberuf auch in Zukunft theologische, seelsorgerliche, kommunikative und analytische Kompetenzen Grundvoraussetzungen seien. Bereits während des Studiums sollen Theologiestudierende ein begleitetes Praxissemester in einer Pfarrgemeinde absolvieren. „Uns war es aber auch wichtig, dass wir das Engagement der Ehrenamtlichen positiv hervorheben“, so Stoffers.

Die Konferenz der Kirchen am Rhein (KKR) wurde 1961 im Elsass gegründet. Sie entstand aus der grenzüberschreitenden Versöhnungsarbeit von Evangelischen Kirchen am Oberrhein. Daraus erwuchs eine europäische konzeptionelle Arbeit von mittlerweile sechs Ländern längs des Rheins und der Mosel. Neben der Evangelischen Kirche H.B. in Österreich gehören ihr Kirchen aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Liechtenstein an. Anlässlich des Reformationsjubiläums tagte die Vollversammlung heuer erstmals in Bregenz. Die KKR sieht als eine ihrer Hauptaufgaben die Diskussion und Durchsetzung sozialethischer und Menschenrechtsthemen sowie Fragen der Pluralität der Religionen in den Mitgliedskirchen an. Über die thematische Arbeit hinaus bieten die Konferenzen die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch der Kirchen untereinander.

ISSN 2222-2464