Kinderoffenes Abendmahl: Überzeugende Praxis

Von durchgängig positiven Rückmeldungen zum kinderoffenen Abendmahl berichtet der Vorsitzende des Theologischen Ausschusses, Hermann Miklas.

Wien, 27. Oktober 2003 (epd Ö) „Wir haben durchgängig positive Rückmeldungen zum kinderoffenen Abendmahl“, sagte der Obmann des Theologischen Ausschusses, Superintendent Mag. Hermann Miklas, am Montag in seinem Bericht vor der Synode. Das kinderoffene Abendmahl, das eine grundsätzliche Teilnahme von Kindern am Abendmahl zulässt, ist von der Synode im vergangenen Jahr in St. Pölten nach kontroverser Diskussion beschlossen worden. Voraussetzung ist lediglich, dass die Abendmahl Feiernden getauft sind. „Auch wenn sich etliche Gemeinden zunächst eher reserviert geäußert hatten, haben wir im vergangenen Jahr keine Kritik mehr gehört. Die Praxis hat die Menschen überzeugt“, so Miklas. Dennoch sei das kinderoffene Abendmahl weiterhin zu bedenken: „Wo gibt es besonders gute Formen der Abendmahlsfeiern, und wie lauten die guten Erfahrungen detailliert?“, seien die Fragen, die nun beantwortet werden sollten. Grundsätzlich könne festgehalten werden, dass die Kinder „mit großer Würde am Abendmahl teilnehmen“.

Austauschblätter zur Mappe „Kirche mit Kindern“

Inzwischen liegen die ersten Austauschblätter der Mappe „Kirche mit Kindern – Eine Arbeitshilfe“ zum kinderoffenen Abendmahl vor: Die „Werkstatt“, die liturgische Vorschläge zur Feier des kinderoffenen Abendmahls bietet, ist ergänzt worden und im Kirchenamt gegen eine freie Spende zu beziehen.

ISSN 2222-2464