Kärnten: Josef Marketz neuer römisch-katholischer Diözesanbischof

Seine Bischofsweihe empfängt Marketz am 2. Februar im Klagenfurrter Dom. Foto: wikimedia/Johann Jaritz/cc by sa 3.0
Seine Bischofsweihe empfängt Marketz am 2. Februar im Klagenfurrter Dom. Foto: wikimedia/Johann Jaritz/cc by sa 3.0

Superintendent Sauer: „Feinsinniger, herzlicher und einfühlsamer Seelsorger“

Klagenfurt/Villach (epdÖ) – Josef Marketz (64) ist der neue Bischof der römisch-katholischen Diözese Gurk-Klagenfurt. Der Heilige Stuhl gab die Ernennung des bisherigen Kärntner Caritasdirektors am Dienstag, 3. Dezember, offiziell bekannt. Zuvor war gemäß Konkordat die Bundesregierung befasst worden, die keine Einwände gegen die Bestellung erhob. Marketz ist gebürtiger Kärntner und stammt aus der slowenischen Volksgruppe. Als langjähriger Bischofsvikar, früherer Leiter des Seelsorgeamts und derzeitiger Caritasdirektor bringt er sehr viel kirchliche Führungserfahrung und detaillierte Kenntnisse über die Diözese Gurk-Klagenfurt mit in das Bischofsamt.

Er habe sich „lange allein schon gegen den Gedanken gewehrt, dass das Amt mir anvertraut werden könnte, da ich mit Leib und Seele Direktor unserer Caritas in Kärnten bin. Nun ist es trotzdem soweit gekommen“, erklärte der neue Bischof in einer schriftlichen Stellungnahme nach Bekanntgabe seiner Ernennung. In „aller Demut und im Vertrauen auf die Hilfe Gottes und vieler Menschen, die mich unterstützen werden, möchte ich diesen so wichtigen, aber gewiss nicht einfachen Dienst in unserer Diözese antreten“, erklärte Marketz weiter.

Der evangelische Superintendent der Diözese Kärnten-Osttirol, Manfred Sauer, überbrachte in einer Aussendung seine Glück- und Segenswünsche an den neu ernannten Bischof: „In vielen Begegnungen, in gemeinsamen Initiativen und Projekten habe ich Josef Marketz stets als einen sehr feinsinnigen, herzlichen und einfühlsamen Seelsorger erlebt, der offen auf andere zugeht und in einem ehrlichen Dialog konstruktive Lösungen sucht“, so Sauer. Seine Parteinahme „für Menschen in Not, für Hilfesuchende und Randgruppen unserer Gesellschaft“, habe viele ermutigt, sich ebenfalls aktiv einzubringen und an einer gerechteren Gesellschaft mitzubauen.

Der am 30. Juli 1955 in St. Philippen ob Sonnegg/St. Lips im zweisprachigen Gebiet Südost-Kärntens geborene Marketz stammt aus der slowenischen Volksgruppe. Der Bischofsstuhl in Kärnten war seit Juli 2018 vakant, nachdem Diözesanbischof Alois Schwarz nach St. Pölten gewechselt war.

Als Bischof von Gurk steht Marketz künftig der zweitältesten Diözese Österreichs mit rund 360.000 Katholiken vor. Die Bischofsweihe wird Marketz durch Erzbischof Franz Lackner, Metropolit der Salzburger Kirchenprovinz, zu der auch die Diözese Gurk gehört, am Sonntag, dem 2. Februar 2020, um 14 Uhr im Klagenfurter Dom empfangen. Derzeit und bis zur Amtsübernahme des neuen Bischofs leitet Militärbischof Werner Freistetter als Apostolischer Administrator die Kärntner Diözese.

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ISSN 2222-2464