„Judas“ in Neuhaus am Klausenbach

Der deutsch-schwedische Schauspieler Fredrik Jan Hofmann in der Rolle des Judas. Foto Schauspielhaus Graz/Lupi Spuma
Der deutsch-schwedische Schauspieler Fredrik Jan Hofmann in der Rolle des Judas. Foto Schauspielhaus Graz/Lupi Spuma

Finale der Koproduktion von Schauspielhaus Graz und steirischen Kirchen

Neuhaus/Burgenland (epdÖ) – Seit März tourt „Judas“ durch evangelische und römisch-katholische Pfarrgemeinden in Österreich, jetzt ist die Theaterproduktion des Schauspielhauses Graz sowie der steirischen evangelischen und katholischen Kirche in Neuhaus am Klausenbach zu sehen. Am Samstag, 25. Mai, tritt Judas (gespielt von Fredrik Jan Hofmann) in der burgenländischen Gemeinde ein letztes Mal auf die Bühne.

Judas erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Er spricht über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte, ohne die Verantwortung für sein Handeln zu leugnen.

„Judas erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Er spricht über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte, ohne die Verantwortung für sein Handeln zu leugnen“, heißt es in einer Ankündigung des Grazer Schauspielhauses, das das Publikum vor Fragen stellen will: „Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses oder eher einer Rechtfertigung? War er ein Werkzeug oder ein Opfer des Schicksals? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Wie wäre die einfluss- und folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten hätte?“

Autorin Lot Vekermans stellt die Figur des Verräters in einen größeren sozialpsychologischen Zusammenhang: „Es scheint, als ob wir etwas „brauchen“, um die Welt einzuteilen: Hier sind die Menschen, dort die ‚Unmenschen‘.“ Das sei aktuell auch in Europa sichtbar, so die Niederländerin. Am Ende versuche Judas genau dies umzukehren und „vom Unmenschen wieder zum Menschen zu werden“.

Die Aufführung in der Evangelischen Kirche A.B. Neuhaus am Klausenbach beginnt am Samstag, 25 Mai, um 20 Uhr (Dauer: Eine Stunde, keine Pause). Karten gegen freie Spende gibt es an der Abendkassa.

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ISSN 2222-2464