Johanniter-Unfall-Hilfe feiert 40-jähriges Bestehen

Bereits seit 40 Jahren versorgt die Johanniter-Unfall-Hilfe Unfallopfer, leistet Hilfe in Katastrophenfällen und gibt ihr Wissen weiter. Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe, POV/Herbst
Bereits seit 40 Jahren versorgt die Johanniter-Unfall-Hilfe Unfallopfer, leistet Hilfe in Katastrophenfällen und gibt ihr Wissen weiter. Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe, POV/Herbst

Präsident Bucher: „Cool, ein Johanniter zu sein“

Wien (epdÖ) – Sie leisten Hilfe in Katastrophenfällen, versorgen im Notfall Unfallopfer kompetent und geben ihr Wissen an Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene weiter – die Rede ist von der Johanniter-Unfall-Hilfe. Was 1974 mit einem Rettungswagen und zehn ehrenamtlichen Helfern begann, hat sich heute zu einer großen Hilfsorganisation entwickelt. Am 13. Juni beging die Johanniter-Unfall-Hilfe ein großes Fest anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens. Mit ihnen feierten VertreterInnen aus Gesellschaft, Kirche, Diakonie und Politik in ihrem Hauptquartier in Wien ein großes Geburtstagsfest.

„Johanniter sind Leute, die anderen helfen und dabei sehr viel Freude und Spaß haben“, sagte Johanniter-Unfall-Hilfe-Präsident Johannes Bucher bei der Feier. „Es ist cool, ein Johanniter zu sein!“ Bucher, seit 2000 an der Spitze der Organisation, habe schon sehr früh eine sinnhafte Nebenbeschäftigung gesucht. In der Arbeit mit Behinderten und alten Menschen, habe er diese gefunden. Neben den ehren- und hauptamtlichen Helfern dankte Präsident Bucher den zahlreichen fördernden Mitgliedern, ohne deren Unterstützung die Arbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe nicht möglich wäre.

An die Politik richtete Bucher den Wunsch, dass Zahlungszusagen von den zuständigen Behörden auch eingehalten werden. „Es ist klar, dass von öffentlicher Hand nicht alles bezahlt werden kann. Mein Wunsch ist aber: wenn Aufgaben definiert werden und bestimmt wird, wer es bezahlt, dann sollen die bitte anständig bezahlen und nicht nur 80 Prozent.“

„Helfen macht Freude und Sinn“, erklärte Bischof Michael Bünker in seiner Ansprache beim Festakt. Die ersten christlichen Gemeinden seien dadurch aufgefallen, dass sie einen unbändigen Drang hatten, anderen zu helfen und ihr Geld nicht einfach zu verprassen. Dies sei bis heute auch ein Grundmotiv der Diakonie, zu der die Johanniter-Unfall-Hilfe gehört, so Bünker. „Bereits die Schöpfungsgeschichte erzählt uns, dass sich die Menschen gegenseitig gegeben sind, um einander zu helfen. Helfen ist eine ganz elementare Handlung, die uns Menschen erst zu Menschen macht.

„Für die Arbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe bedankte sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer vor den vielen haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. „Danke für das, was Sie aufgebaut haben. Danke für das, was Sie tagtäglich tun. Ohne diesen Einsatz wäre es nicht möglich, das soziale Profil und den sozialen Standard in diesem Land zu halten.“ Als einen „unverzichtbaren Bestandteil des sozialen Gefüges in Österreich“ bezeichnete Sektionschef Walter Grosinger, der in Vertretung von Bundesministerin Johanna Mikl-Leitner beim Festakt war, die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Heute sind die Johanniter in unterschiedlichen sozialen Bereichen in Wien, Innsbruck, Patergassen und Orth an der Donau tätig. Sie bieten älteren und hilfsbedürftigen Menschen Sicherheit, Hilfe in Notfällen sowie Pflege und Betreuung.

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ISSN 2222-2464