Johannes Calvin – Reformator und Reizfigur

„kreuz und quer“ präsentiert Dokumentarfilm

Wien (epd Ö) – Vor 500 Jahren, am 10. Juli 1509, wurde in Noyon in der Picardie (Frankreich) Johannes Calvin, der spätere Reformer, geboren. Anlässlich des Calvin-Jahres 2009 präsentiert Doris Appel in „kreuz und quer“ am Dienstag, 14. Juli, um 22.30 Uhr in ORF 2 den Dokumentarfilm „Johannes Calvin – Reformator und Reizfigur“ von André Schäfer und Werner Köhne. Calvin zählt zu den prägenden Personen der protestantischen Reformation des 16. Jahrhunderts. Er fühlte sich der Askese verpflichtet, Fleiß und Eifer bestimmten seine Arbeitsethik. Anlässlich des Calvin-Jahres 2009 zeichnet der Dokumentarfilm das strenge Leben des Reformators nach, dessen Lehre bis in die Gegenwart wirkt.

Für viele scheint Calvin heute fast vergessen, andere haben unterschiedliche, häufig von Klischees geprägte Bilder von ihm. Eines zeichnet ihn als humorlosen Spielverderber, ein anderes macht ihn zum Erfinder eines selbstquälerischen Christentums. Unbestritten hat der arbeitsame Asket nicht nur einen wesentlichen Baustein zur Reformation geliefert, sondern auch die moderne Lebensführung, Arbeitsmoral und Individualität vorgedacht und mit auf den Weg gebracht. Der Dokumentarfilm zeichnet das bewegte Leben des Reformators nach und kontrastiert die Wirkung seiner Lehre zwischen Mittelalter und Neuzeit. Wer ist Gott? Wo ist Gott? Und wie wirkt er in der Welt? Johannes Calvin versuchte, diese Fragen zu beantworten – mit einer verwirrenden, aber faszinierenden Radikalität. Mit dem Schauspieler Julian Mehne in der Rolle des Johannes Calvin passiert der Dokumentarfilm Stationen eines rastlosen Weges. Die Städte Noyon, Orléans, Paris, Genf, Straßburg und Zürich glänzen in ihrer spätmittelalterlichen Prägung.

ISSN 2222-2464