Jeder zehnte Spendeneuro in Österreich wird per Testament gegeben

Die Initiative "Vergissmeinnicht" bedankte sich mit einer Lichteraktion zu Allerheiligen bei den TestamentsspenderInnen. Foto: Schedl/Vergissmeinnicht
Die Initiative "Vergissmeinnicht" bedankte sich mit einer Lichteraktion zu Allerheiligen bei den TestamentsspenderInnen. Foto: Schedl/Vergissmeinnicht

Hilfsorganisationen bedankten sich zu Allerheiligen bei SpenderInnen

Wien (epdÖ) –  Mit rund 60 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden haben die Österreicherinnen und Österreicher im Vorjahr gemeinnützige Organisationen unterstützt. Das sind fast zehn Prozent des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. Eine von der Testaments-Initiative „Vergissmeinnicht“ in Kooperation mit der Österreichischen Notariatskammer durchgeführte Umfrage des market-Instituts zeigt, dass sich 13 Prozent der Menschen in Österreich vorstellen können, gemeinnützige Organisationen im Nachlass zu berücksichtigen. In Wien und Salzburg ist die Bereitschaft, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken am höchsten. Ein Prozent hat schon ein Testament zugunsten einer gemeinnützigen Organisation gemacht. Bei Personen ohne Kinder ist die Bereitschaft wesentlich höher: Jede fünfte Person kann es sich vorstellen, drei Prozent haben bereits ein gemeinnütziges Testament gemacht. Fast jeder zweite gab an, durch ein Testament „ein gutes Gefühl der Ordnung“ zu haben, vier von zehn möchten durch die Regelung des Nachlasses Streit unter den Angehörigen vermeiden und genauso viele wollen, dass die Aufteilung des Nachlasses nicht dem Zufall überlassen wird. Für ein gemeinnütziges Testament spricht bei der Hälfte der Befragten vor allem der Wunsch, über das eigene Leben hinaus etwas Gutes zu tun. Bei kinderlosen Personen nannten sogar zwei Drittel diesen Grund.

Anlässlich des Allerheiligentages entzündeten die Mitglieder der Initiative Vergissmeinnicht – darunter auch die evangelischen Hilfsorganisationen Brot für die Welt und Diakonie – am Dienstag, 30. Oktober, Kerzen am Wiener Südwestfriedhof. Unterstützung für die Initiative kommt auch vom evangelisch-lutherischen Bischof Michael Bünker: „Mit einem Vermächtnis zugunsten einer gemeinnützigen Organisation wie Brot für die Welt oder der Diakonie kann über das eigene Leben hinaus die Zukunft reformiert werden. Gemeinsam ermöglichen wir so den Benachteiligten dieser Erde ein menschenwürdiges Leben – zeitlich unbegrenzt und getragen von unserem Engagement.“

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ISSN 2222-2464