Intranet-Formular statt Papier

Evangelische Kirche erstellt Jahresbericht erstmals online

Wien (epd Ö) – Die Evangelische Kirche A.B. in Österreich erstellt derzeit ihren Jahresbericht 2004. Erstmals erfolgt die Erfassung der Zahlen des kirchlichen Lebens nicht wie bisher auf Papier, sondern online via Intranet. „Damit wird die Darstellung kirchlichen Lebens nach außen erst ermöglicht“, zeigt sich Bischof Mag. Herwig Sturm gegenüber epd Ö von den neuen Möglichkeiten begeistert. So lassen sich nun die Daten gezielt verknüpfen und statistisch auswerten, um kirchliches Leben österreichweit „genauer analysieren und planen“ zu können. Bisher hatten die Pfarrgemeinden die Zahlen auf Papierbögen erfasst und über die Superintendenturen ans Kirchenamt geleitet. Nun werden von den Pfarrgemeinden die Daten direkt ins Intranet eingespeist. Jede Pfarrgemeinde hat aus Sicherheitsgründen ihre eigenen Zugangscodes. Künftig soll die Eingabe noch einfacher werden, kündigt Sturm an, wenn die Daten automatisch aus dem kirchlichen Verwaltungsprogramm der Pfarrgemeinde übernommen werden.

Mehr Kommunikation

„Sobald die Daten eingegeben sind, können wir die Entwicklung einer Region, einer Diözese und der Gesamtkirche darstellen und entsprechend reagieren“, erklärt Sturm. Der Jahresbericht erlaube einen „Rückblick und Ausblick“, um „sehen, urteilen und handeln“ zu können. Neben der Effizienzsteigerung erhofft sich der Bischof auch eine stärkere Einbindung und Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pfarrgemeinden. So können etwa bei den Kapiteln Kinder- und Jugendarbeit oder Kirchenmusik die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Zahlen direkt eingeben. Sturm: „Damit wird bereits bei der Erstellung des Jahresberichts das Gemeindeleben gezielt wahrgenommen, beurteilt, um die weitere Arbeit zu planen.“ Die Kommunikation innerhalb der Gemeinde werde dadurch gesteigert, der Blick über die Gemeindegrenzen hinaus möglich. Grundsätzlich hält der Bischof den Weg vom Papier hin zum Online-Formular auch für eine „geistliche Herausforderung, wie weit man bereit ist, Freud und Leid mitzuteilen“.

ISSN 2222-2464