Interreligiöse Promi-Band begeisterte Publikum

Bischof Michael Bünker, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, Abtprimas Notker Wolf und Sektionschef Gerhard Steger begeisterten gemeinsam mit den Altenburger Sängerknaben unter der Leitung von Markus Pfandler das Publikum im ausverkauften Theater Akzent in Wien. (Foto: epd/Dasek)
Bischof Michael Bünker, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, Abtprimas Notker Wolf und Sektionschef Gerhard Steger begeisterten gemeinsam mit den Altenburger Sängerknaben unter der Leitung von Markus Pfandler das Publikum im ausverkauften Theater Akzent in Wien. (Foto: epd/Dasek)

Bischof Bünker, Oberrabbiner Eisenberg und Abtprimas Wolf spielten auf

Wien (epdÖ) – Für den Präsidenten des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Martin Jäggle, war das Konzert am Montagabend, 21. Oktober im ausverkauften Wiener Theater Akzent ein „Hochgenuss“ und ein „Beispiel für den Dialog der Religionen“. Auf der großen Bühne musizierten „Frontman“ Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker am Schlagzeug, Benediktiner-Abtprimas Notker Wolf an der Querflöte und Sektionschef Gerhard Steger an der E-Gitarre und am Saxophon. Unterstützt wurden sie dabei von den routinierten Altenburger Sängerknaben unter Markus Pfandler, der auch die musikalische Leitung des ungewöhnlichen Musik-Projekts innehatte, vom Generalsekretär des Koordinierungsausschusses Markus Himmelbauer am Klavier und Marc Bruckner am Bass.

Die Promi-Formation stand bereits das zweite Mal auf einer Bühne: Im Mai 2012 spielten sie ein ebenfalls ausverkauftes Konzert im Stift Altenburg, dessen Abt Christian Haidinger gemeinsam mit Markus Himmelbauer die Idee zu diesem Projekt hatte. Für die frühere ORF-Korrespondentin Susanne Scholl – sie führte durch den besonderen Konzertabend im Wiener Theater Akzent – wurde dafür „alles aufgeboten, was an christlich-jüdischer Zusammenarbeit denkbar ist“. Zu hören waren Pop-Hits wie „Rivers of Babylon“, Leonard Cohens „Halleluja“, „When I´m sixty-four“ oder das traditionelle Schabbat-Lied „Schalom Alejchem“ ebenso wie der anspruchsvolle und sehr präzis gespielte John Miles-Klassiker „Music was my first Love“.

„Wir verkopfen alles zu sehr, auch im interreligiösen Dialog“, sagte Abtprimas Notker Wolf. Zuerst brauche es „den Dialog der Herzen, und der läuft über die Musik“, ist der oberste Repräsentant des Benediktinerordens überzeugt. Ähnlich äußerte sich auch Oberrabbiner Eisenberg und hielt fest, dass es „nichts Friedlicheres und Harmonischeres gibt, als gemeinsam zu singen“. Bischof Michael Bünker kann zwischen Musizieren und geistlichem Leitungsamt durchaus Parallelen erkennen: Da wie dort gelte es auf Takt und Rhythmus zu achten und aufeinander zu hören.

Organisiert wurde das zweite musikalische Freundschaftstreffen unter dem Titel „Shalom! Music between Friends“ vom Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Seiner Bildungsarbeit kommt auch der Erlös des Abends zugute.

ISSN 2222-2464