Interreligiöse Band gibt Konzert im Stift Altenburg

Video von der Probe – „Shalom – Music Between Friends“ – Rock am 21.5.

Wien (epdÖ) – Ein interreligiöses musikalisches Freundschaftstreffen der besonderen Art findet am 21. Mai im Waldviertler Benediktinerstift Altenburg statt: Benediktiner-Abtprimas Notker Wolf auf der Querflöte, der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker am Schlagzeug und Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg als Frontman und Sänger werden gemeinsam als Band auftreten. Am 26. März trafen sich Teile der Band nun erstmals zu einer Probe in einem Wiener Musikstudio. Auf dem Programm steht eine bunte Mischung aus Pop, Spirituals sowie jüdischen und Wiener Traditionen. Musikalisch unterstützt werden die religiösen Rocker von Gerhard Steger, Sektionschef im Finanzministerium, an der Gitarre.

Das bereits seit Wochen ausverkaufte Konzert um 19.00 Uhr in der Bibliothek des Benediktinerstifts steht unter dem Motto „Shalom – Music Between Friends“ und wird gemeinsam vom Stift Altenburg und dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit vorbereitet. Mit dem Erlös soll ein Beitrag zur Pflege des jüdischen Friedhofs in Horn geleistet werden, so Abt Christian Haidinger.

Die musikalische Leitung des Projekts hat der Altenburger Stiftsmusikus Markus Pfandler übernommen, am Bass wurde Marc Bruckner angeheuert. Zudem werden die religiösen Rocker von den Altenburger Sängerknaben unterstützt. „Es war vor zwei Wochen noch gar nicht klar, was wir spielen“, zeigte sich Bruckner von den Probefortschritten begeistert. Und Bünker ergänzte: „Wir proben ja nicht zu viel, denn Proben ist ein bisschen Feigheit.“

Das Programm umfasst nicht nur Songs mit religiösen Bezügen, wie etwa Leonard Cohens „Hallelujah“ oder „By The Rivers Of Babylon“, sondern ebenso Songs der Beatles. Schon seit längerem existiere die Idee zu einem solchen Konzert, erzählte der Altenburger Abt Christian Haidinger. Leicht sei es aber nicht gewesen, „so weltbekannte Musiker an einem Tag zusammenzuholen“. Der Druck, der auf den Künstlern lastet, ist dem Abt bewusst: „Ich glaube, dass die Erwartung sehr, sehr groß ist.“ So oder so werde es aber ein einmaliges Ereignis, ist Haidinger überzeugt.

ISSN 2222-2464