Ingrid Bachler zur geistlichen Oberkirchenrätin gewählt

Synodenpräsident Peter Krömer gratuliert der gerade gewählten neuen Oberkirchenrätin Ingrid Bachler. Foto: epd/Uschmann
Synodenpräsident Peter Krömer gratuliert der gerade gewählten neuen Oberkirchenrätin Ingrid Bachler. Foto: epd/Uschmann

Folgt im Personalreferat auf Oberkirchenrätin Hannelore Reiner

St. Pölten (epdÖ) – Die oberösterreichische Fachinspektorin Ingrid Bachler wurde von der Synode der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich am Montag, 8. Dezember, in St. Pölten zur neuen geistlichen Oberkirchenrätin für Personalfragen gewählt. Weiters kandidierten die Wiener Krankenhausseelsorgerin Margit Leuthold, die Pfarrerin aus Wien-Döbling Andrea Petritsch und der Studienleiter des Wilhelm Dantine Hauses, Stefan Schumann. Nach dem ersten Wahlgang kam es zur Stichwahl zwischen Ingrid Bachler und Stefan Schumann. Von den 65 abgegebenen Stimmen entfielen im zweiten Wahlgang 36 Stimmen auf Ingrid Bachler, 28 auf Stefan Schumann, eine Stimme war ungültig.

Ingrid Bachler folgt im Personalreferat im Oberkirchenrat auf Hannelore Reiner, die im Herbst 2015 in den Ruhestand tritt. Ingrid Bachler gehört als geistliche Oberkirchenrätin dem gesamtösterreichischen Leitungsgremium des Oberkirchenrats an und ist zuständig für die Bereiche Personal und Ausbildung. Sie wird ihr Amt am 1. September 2015 antreten.

„Ich halte den Beruf des Pfarrers beziehungsweise der Pfarrerin für einen wunderbaren Beruf“, sagte die designierte Oberkirchenrätin Ingrid Bachler in ihrer Vorstellung. Ihre zahlreichen Erfahrungen aus dem Bereich Schule und Pfarrgemeinde möchte sie in ihre neue Arbeit mitnehmen, besonders der Religionsunterricht und seine Chancen seien ihr wichtig. „Allein in Oberösterreich erreichen wir mit dem Religionsunterricht jede Woche 5000 SchülerInnen“, erklärte Bachler. Als Fachinspektorin und ausgebildete Coachin habe sie zahlreiche Erfahrungen sammeln können für die bevorstehenden Aufgaben, etwa auch den Umgang mit Konflikten. Das Amt selbst sieht sie als Schlüsselstelle. „Ich möchte Voraussetzungen schaffen, damit die Pfarrerinnen und Pfarrer ihren wichtigen Aufgaben nachkommen können“, betonte Bachler. Personalarbeit in der Kirche bedeute für sie „lebenslanges Lernen und viel Wertschätzung“.

Bereits am 19. November hatten sich die Kandidatinnen und der Kandidat, die in den letzten Monaten von den diözesanen Gremien nominiert worden waren, einem Hearing gestellt. Der Nominierungsausschuss hatte dann beschlossen, diese vier Personen mit einer Reihung der Synode zur Wahl vorzuschlagen. Nachdem sich die Kandidatinnen und der Kandidat der Synode vorgestellt hatten, folgte eine längere Personaldebatte, dann die Wahl. Die lange Personaldebatte habe, so Synodenpräsident Peter Krömer, das hohe Niveau der Kandidatinnen und des Kandidaten gezeigt.

Mag. Ingrid Bachler, 1962 in der Steiermark geboren, war nach ihrem Theologiestudium als Vikarin im Burgenland und in Wien tätig. 1990 wurde sie Pfarrerin mit voller Lehrverpflichtung in Wien-Döbling. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit an Wiener Gymnasien beschäftigte sich Bachler intensiv mit Fragen des Religionsunterrichts und übernahm Aufgaben am Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Kirche. Von 1999 bis 2010 war Bachler Gemeindepfarrerin in Wels, dann Fachinspektorin für evangelischen Religionsunterricht an allgemeinbildenden und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen in Oberösterreich. Gemeinsam mit Peter Pröglhöf und Sonja Danner erarbeitete Bachler auch den aktuellen AHS-Oberstufenlehrplan. Weit über Oberösterreich hinaus ist sie den Leserinnen und Lesern der „Sonntagskrone“ bekannt, wo sie seit zehn Jahren monatlich eine Kolumne verfasst.

Bilder zur Synode auf: foto.evang.at

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ISSN 2222-2464