Indonesien: Erdbeben und Tsunami fordern über 1300 Todesopfer

In der Provinz Zentral-Sulawesi leben knapp 2,6 Millionen Menschen. Foto: Google Earth/Screenshot
In der Provinz Zentral-Sulawesi leben knapp 2,6 Millionen Menschen. Foto: Google Earth/Screenshot

Kindernothilfe und Diakonie Katastrophenhilfe mit Partnern vor Ort

Palu/Wien (epdÖ) – Ein Erdbeben der Stärke 7,5 und ein darauffolgender Tsunami haben am Freitag, 28. September, in der indonesischen Provinz Zentral-Sulawesi schwere Schäden verursacht. Die Zahl der Todesopfer stieg auf über 1300, mehr als 660.000 Menschen sind betroffen. Sowohl die Kindernothilfe als auch die Diakonie Katstrophenhilfe sind mit Partnerorganisationen vor Ort im Einsatz. Erst im August war die indonesische Insel Lombok von einem schweren Erdbeben getroffen worden, rund 400 Menschen starben, 400.000 wurden obdachlos.

Kindernothilfe: Betreuungsstätten für traumatisierte Kinder

Ein Team des Kindernothilfe-Partners „AMURT“ ist derzeit in Zentral-Sulawesi, um sich ein Bild von den Zerstörungen der jüngsten Naturkatastrophe zu machen. Das Erdbeben vom Freitagnachmittag löste einen Tsunami mit drei Meter hohen Flutwellen und schwere Nachbeben aus. Die Sorge der Kindernothilfe, so die NGO in einer Aussendung, gelte besonders der Gesundheit und dem Schutz der Kinder. AMURT prüfe derzeit, was vor Ort am dringendsten benötigt wird. Dazu könnten nach Auskunft der Kindernothilfe auch Kindesschutzzentren gehören, in denen Kinder fachkundig betreut und versorgt werden. Diese Betreuungsstätten böten den Kindern den geschützten Raum, den sie brauchen, um ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Die Kindernothilfe hat einen Katastrophenfonds in der Höhe von 25.000 Euro bereitgestellt, um die Kinder und ihre Familien vor Ort schnell mit dem Nötigsten zu versorgen.

Diakonie Katastrophenhilfe: Wichtigste Dinge gehen zur Neige

Nina Hechenberger, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe, sagte in einer Pressemitteilung:  „Bis jetzt konnten unsere Partner vor Ort das Nötigste aus den Vorsorge-Lagern holen, aber jetzt gehen die wichtigsten Dinge zur Neige.  Neben medizinischer Versorgung muss dringend die Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasser sowie anderer dringender Hilfsgüter organisiert werden.“ Die Diakonie Katastrophenhilfe ist in Indonesien gemeinsam mit dem kirchlichen Netzwerk „ACT Alliance“ und ihren lokalen indonesischen Partnerorganisationen tätig. Neben medizinischer Versorgung sind laut Aussendung Verteilungen von Nahrungsmitteln und anderen dringenden Hilfsgütern geplant. Den Menschen in den betroffenen Gebieten fehle es an medizinischer Versorgung, Decken und Planen, Hygieneartikeln, Nahrungsmitteln und Trinkwasser.

Die Provinz Zentral-Sulawesi ist etwas kleiner als Österreich und hat rund 2,6 Millionen Einwohner. Indonesien liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem immer wieder Erdbeben und in weiterer Folge Tsunamis auftreten.

Spendenkonto Kindernothilfe:

 
Erste Bank 
IBAN AT142011131002803031
BIC GIBAATWW
Kennwort: Indonesien.




Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe:

Erste Bank
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333
BIC: GIBAATWWXXX
Kennwort Tsunami Indonesien

Schlagworte: | | |

ISSN 2222-2464