Humanitäre Lage in Syrien spitzt sich weiter zu

Die Gewaltspirale im Syrienkonflikt dreht sich unvermindert weiter. Aus Angst vor der Ausweitung der Kämpfe sind bereits über 120.000 Menschen geflohen. Ausgangspunkt des Syrien-Konflikts waren Demonstrationen gegen das Assad-Regime, wie etwa am 8. April 2011 in Duma. (Foto: Wikipedia/shamsnn)
Die Gewaltspirale im Syrienkonflikt dreht sich unvermindert weiter. Aus Angst vor der Ausweitung der Kämpfe sind bereits über 120.000 Menschen geflohen. Ausgangspunkt des Syrien-Konflikts waren Demonstrationen gegen das Assad-Regime, wie etwa am 8. April 2011 in Duma. (Foto: Wikipedia/shamsnn)

Diakonie Katastrophenhilfe leistet Nothilfe über Grenzen hinweg

Wien/Damaskus (epdÖ) – Die humanitäre Lage in Syrien spitze sich vor dem Hintergrund der anhaltenden Kämpfe weiter zu, darauf weist die Diakonie Katastrophenhilfe in einer aktuellen Aussendung hin. Laut UNO-Flüchtlingshilfe suchen 120.000 Menschen Zuflucht in Nachbarländern, wo sie dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Die Gewaltspirale im Syrienkonflikt dreht sich unvermindert weiter. Fast täglich gibt es Zusammenstöße. Bombenanschläge und Gefechte haben schon viele Opfer gefordert. Aus Angst vor der Ausweitung der Kämpfe sind über 120.000 Menschen bereits nach Jordanien, in den Libanon, die Türkei oder den Irak geflohen, darunter viele Frauen und Kinder. Und es werden täglich mehr. „Die Flüchtlinge brauchen jetzt die Dinge des täglichen Bedarfs, damit sie überleben können. Sie haben meist keine Mittel mehr, um sich selbst zu versorgen“, berichtet Rainer Lang, Sprecher der Diakonie Katastrophenhilfe in Deutschland.

Für die Diakonie Katastrophenhilfe wie für die Partnerorganisationen sei die Hilfe für die Betroffenen im syrischen Krisengebiet eine besondere Herausforderung: „Vor allem im Land selbst ist die Hilfe ein schwieriges Unterfangen, das sorgfältige Koordination und Absprachen erfordert“, so die Partner. Nur so sei sichergestellt, dass die Bedürftigsten ungeachtet ihrer religiösen oder politischen Zugehörigkeit die nötige Hilfe erhalten.

Zusammen mit lokalen Partnern versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe laut eigenen Angaben derzeit rund 28.000 syrische Flüchtlinge mit Hilfspaketen, die neben Nahrungsmitteln auch Kleidung, Bettwäsche, Hygieneartikel und Haushaltsbedarf beinhalten. Im Rahmen des weltweiten kirchlichen Netzwerks ACT Alliance unterstütze die Diakonie zudem sowohl Betroffene in den Nachbarländern als auch Familien, die innerhalb Syriens vertrieben sind.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden: PSK 23.13.300, BLZ 60.000, IBAN AT 76 60000 0000 2313300 / BIC OPSKATWW, Spendenzweck: Syrien

ISSN 2222-2464