Hohe Auszeichnungen für evangelische Persönlichkeiten

Eisenstadt: Ehrung für verdienstvolle Persönlichkeiten, darunter auch Repräsentanten der Evangelischen Kirche. V.r.: Superintendent Manfred Koch mit Superintendentialkurator Gerd Zetter und Ministerialrat Karl Schwarz. Foto: Bgld. Landesmedienservice
Eisenstadt: Ehrung für verdienstvolle Persönlichkeiten, darunter auch Repräsentanten der Evangelischen Kirche. V.r.: Superintendent Manfred Koch mit Superintendentialkurator Gerd Zetter und Ministerialrat Karl Schwarz. Foto: Bgld. Landesmedienservice

Ehrenzeichen für Superintendent Koch, Superintendentialkurator Zetter und Ministerialrat Schwarz

Eisenstadt (epdÖ) – Hohe Auszeichnungen des Landes Burgenland bzw. der Republik Österreich haben im Rahmen eines Festakts am Dienstagabend, 24. Februar, in Eisenstadt evangelische Persönlichkeiten erhalten. Das Große Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich wurde Superintendent Manfred Koch und Superintendentialkurator Gerd Zetter verliehen. Das Große Ehrenzeichen des Landes Burgenland erhielt Ministerialrat Karl Schwarz. Überreicht wurden die Ehrenzeichen durch Landeshauptmann Hans Niessl. Er würdigte den Beitrag der Kirchen, insbesondere auch jenen der Geehrten, zu einem friedlichen Zusammenleben im Burgenland und für die gegenseitige Akzeptanz der unterschiedlichen Religionsgruppen – ein Charakteristikum für das Burgenland. Besonders strich Niessl dabei auch das gute ökumenische Gesprächsklima und die gute Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Politik heraus.

Manfred Koch ist seit 2003 Superintendent der evangelischen Diözese Burgenland. Im vergangenen Jahr wurde er für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Die Auszeichnung würdige neben seiner Amtsführung auch Kochs Verdienste um die Erwachsenenbildung, seine Mitarbeit an der europäischen Friedensuniversität in Schlaining und seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Vereins „Concentrum“. Koch habe „maßgeblich das ökumenische Klima mitbestimmt und für interkonfessionelle und interreligiöse Initiativen im Burgenland und über die Grenzen gesorgt“.

Superintendentialkurator Gerd Zetter hatte über seine 15jährige diözesane Leitungsfunktion und sein Engagement als Kurator der Pfarrgemeinden Pinkafeld hinaus auch mehrere gesamtkirchliche Aufgaben übernommen. Seit 1986 gehörte er der Synode an und war über viele Jahre auch Vorsitzender der Kirchenbeitragskommission. Besondere Verdienste habe er sich in allen Bereichen der Diakonie erworben.

Karl Schwarz, der im Kultusamt für den Bereich der Evangelischen Kirchen zuständig ist, habe sich insbesondere durch sein Engagement für das evangelische und kirchliche Privatschulwesen verdient gemacht, sagte der Landeshauptmann. Der gebürtige Villacher befasste sich nach seinen Theologiestudium intensiv mit dem Kirchenrecht und gilt auch als Experte für die Geschichte des Protestantismus. Schwarz vertrete „mit großem Engagement die Interessen der evangelischen Kirche des Burgenlandes“, hieß es bei dem Festakt.

ISSN 2222-2464