Hilfsorganisationen für bessere Förderung von Frauen

Weltweit leiden Mädchen und junge Frauen am stärksten unter dem Mangel an Gesundheitsvorsorge, unzureichendem Schut vor Gewalt und Ausbeutung, sowie dem Fehlen von Bildungschancen. Foto: Kindernothilfe
Weltweit leiden Mädchen und junge Frauen am stärksten unter dem Mangel an Gesundheitsvorsorge, unzureichendem Schut vor Gewalt und Ausbeutung, sowie dem Fehlen von Bildungschancen. Foto: Kindernothilfe

Spezielle Programme in Afrika, Asien und Lateinamerika

Wien (epdÖ) – Mädchen und junge Frauen leiden weltweit am stärksten unter dem Mangel an Gesundheitsvorsorge, unzureichendem Schutz vor Gewalt und Ausbeutung sowie dem Fehlen von Bildungschancen. Darauf macht die Kindernothilfe Österreich anlässlich des Weltfrauentags am 8. März aufmerksam. Vor allem in Afrika sei vielerorts nur ein Viertel aller Mädchen eingeschult. Ohne Schulbildung und eigenes Einkommen fehlten den jungen Frauen wichtige Voraussetzungen, um eigenständige Entscheidungen über ihr Leben treffen zu können. So seien sie nach wie vor von Aids besonders bedroht, da die Gefahr einer HIV-Übertragung bei Mädchen achtmal größer ist als bei gleichaltrigen Burschen.

Mit speziellen Programmen in Afrika, Asien und Lateinamerika möchte die Kindernothilfe den von Armut betroffenen Mädchen mehr Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben geben. Gezielte Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Achtung ihrer Menschenrechte würden nicht nur die Lebenschancen von Mädchen verbessern, sondern auch die nachhaltige Entwicklung ihres Umfeldes. „Bessere Bildung für Mädchen erhöht nicht nur ihren Verdienst, Frauen reinvestieren auch Angaben der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung zufolge 90 Prozent ihres Einkommens in ihre Familien, während Männer dies nur zu rund einem Drittel tun“, heißt es in einer Aussendung der Kindernothilfe Österreich.

„Wenn es um die Versorgung der Familien mit Nahrung geht, stehen Frauen im Vordergrund“, betont auch Barbara Heyse-Schaefer, stellvertretende Geschäftsführerin von „Brot für die Welt“ anlässlich des Weltfrauentages. Nur rund zehn Prozent der Anbauflächen seien im Besitz von Frauen, kritisiert Heyse-Schaefer. Dem neuesten Bericht der Welternährungsorganisation FAO zufolge stellen Frauen in Entwicklungsländern etwa 43 Prozent der in der Landwirtschaft Tätigen dar. Wenn Frauen denselben Zugang zu Land, Dünger, Saatgut, Werkzeug und Krediten hätten wie Männer, könnten ihre Erträge um 20 bis 30 Prozent steigen.

Frauen könnten einen größeren Beitrag zur Bekämpfung des Hungers leisten, wenn sie Sicherheit über ihre Landnutzung erhielten, ist Heyse-Schaefer überzeugt. Aus diesem Grund engagiere sich „Brot für die Welt“ in der Landpolitik und für die Rolle der Frauen bei der Produktion von Nahrungsmitteln.

Die Arbeit der Kindernothilfe Österreich und „Brot für die Welt“ ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Spenden erbittet die Kindernothilfe Österreich auf das Konto 310028-03031 (Erste Bank, BLZ 20111).

„Brot für die Welt“ hat bei der PSK Bank ein Spendenkonto eingerichtet. Kontonummer: 900 566 00, Bankleitzahl: 60.000.

ISSN 2222-2464