Hilfe für Opfer des Irak-Kriegs im In- und Ausland

Diakonie: Umfangreiche Hilfsmaßnahmen in Österreich, im Irak und in den Nachbarländern – Eigene Quartiere in Österreich allerdings bereits belegt

Wien, 26. März 2003 (epd Ö) Umfangreiche Hilfsmaßnahmen in Österreich, im Irak und in den Nachbarländern plant der Evangelische Flüchtlingsdienst Österreich der Diakonie im Zusammenhang mit dem Krieg im Irak. So können, wie der Geschäftsführer des Flüchtlingsdienstes, Mag. Michael Bubik, in einer Aussendung mitteilt, in Österreich für Irak-Flüchtlinge rund 100 Plätze in Pfarrgemeinden bzw. Privatquartieren für die Dauer von drei Monaten bereitgestellt werden. Sollten Bund und Länder Gebäude und Finanzierung zur Verfügung stellen, könnte der Flüchtlingsdienst in Wien, Niederösterreich und Salzburg Quartiere mit insgesamt bis zu 400 Plätzen führen. Flüchtlinge, die in gewerblichen Unterkünften in Wien und im westlichen Niederösterreich untergebracht sind, könnten mobil betreut werden.

Bubik betont, Quartiere, die der Diakonie gehörten, sowie viele private Quartiere seien bereits mit AsylwerberInnen belegt, die nicht in die staatliche Bundesbetreuung aufgenommen bzw. aus ihr entlassen wurden.

Hilfe vor Ort durch Partnerorganisationen

Bubik weist auch darauf hin, dass in den Pfarrgemeinden der Partnerkirchen der Diakonie in Bagdad, Basra, Kirkuk und Mosul Notquartiere bereit stehen, die mit einem Vorrat an Lebensmitteln ausgestattet sind. Ebenso habe die Diakonie über ihre norwegische Partnerorganisation zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen in den Irak gebracht, die über 150.000 Menschen versorgen können. Schon zuvor seien im Land mehrere Anlagen instand gesetzt worden, weitere stünden in Jordanien auf Abruf bereit. Darüber hinaus wurden gemeinsam mit einer nicht-staatlichen Organisation freiwillige HelferInnen für die medizinische Versorgung und Lebensmittelausgabe geschult.

Ebenso beteiligt sich die Diakonie, so Bubik, über Partnerorganisationen am Aufbau von Flüchtlingslagern im Nordirak, der Türkei und im Iran. Geplant ist auch, sich im Bedarfsfall in den Aufnahmelagern, die in Jordanien und Syrien vorbereitet sind, an der Verteilung von Lebensmitteln zu beteiligen.

www.diakonie.at

ISSN 2222-2464