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Heyse-Schaefer: „Menschenhandel bedeutet Arbeitsausbeutung von Frauen im Rahmen des Migrationsprozesses“

Erklärung der Evangelischen Frauenarbeit zum europäischen Tag gegen Menschenhandel

Wien (epd Ö) – „Menschenhandel bedeutet heute vor allem Arbeitsausbeutung von Frauen im Rahmen des Migrationsprozesses.“ Das erklärte die Direktorin der Evangelischen Frauenarbeit, Barbara Heyse-Schaefer, anlässlich des europäischen Tages gegen Menschenhandel am 18. Oktober. Häufig, so Heyse-Schaefer in ihrer Presseerklärung, handle es sich um Zwangsprostitution, „aber auch die Ausbeutung in Haushalten (ca. 30 Prozent) sollte nicht vergessen werden“. Die Evangelische Frauenarbeit in Österreich setze sich für die Aufenthaltserlaubnis für Betroffene des Menschenhandels, für Zugang zu Gesundheitsvorsorge und Berufsausbildung sowie gegen eine Kriminalisierung der Betroffenen ein. Die Leiterin der Evangelischen Frauenarbeit erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Generalsynode der Evangelischen Kirche A.u.H.B. im November des vergangenen Jahres eine Erklärung gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern in der Grenzregion zwischen Österreich, Deutschland und Tschechien verabschiedet habe. Ebenso habe sich der Diakonische Ausschuss der Generalsynode bei einem Studientag diesem Thema gewidmet.

Material für Gottesdienste, Gemeindearbeit und Schulunterricht

Da der Tag gegen Menschenhandel heuer auf einen Sonntag falle, bestünde Gelegenheit, das Thema „Menschenhandel“ in den Gottesdiensten aufzugreifen. Heyse-Schaefer verwies darauf, dass rechtzeitig zu diesem Bedenktag eine von der Evangelischen Frauenarbeit in Österreich und der Evangelischen Akademie Wien erarbeitete Mediathek mit Spielfilmen, Dokumentationen und Büchern zu den Themen „Frauenhandel – Zwangsprostitution“ für Gemeindearbeit und Schulunterricht bei der Evangelischen Akademie Wien zur Verfügung stehe. Materialien für einen Gottesdienst vom „Förderverein contra e.V.“ der Nordelbischen Evangelisch-lutherischen Kirche mit einem Vorwort von Bischöfin Maria Jepsen könnten unter www.ne-fw.de/fix/files/doc/Gottesdienstheft_screen.pdf aus dem Internet heruntergeladen werden.

ISSN 2222-2464