Henner: Bibel in die jetzige Zeit holen

Eröffnung des neuen Bibelzentrums im Wiener Museumsquartier

Wien (epd Ö) – „Unser Anliegen ist es, die Bibel in die jetzige Zeit zu holen“, sagte Dr. Jutta Henner, Direktorin der Bibelgesellschaft bei der Festveranstaltung zur Eröffnung des neuen Bibelzentrums am Freitag, 4. März, in der Erste-Bank-Arena im Wiener Museumsquartier. „Dazu hilft uns auch die exponierte Lage des neuen Bibelzentrums zwischen 7. Bezirk und Museumsquartier.“ Im ersten Vierteljahr seit der Eröffnung hätten über 650 Besucher das Bibelzentrum besucht: „Es gelingt uns mit dem neuen Bibelzentrum, die Bibel in Kontakt mit der Kultur und der Öffentlichkeit zu bringen“, bilanzierte Henner.

„Wir bringen die Bibel den Menschen nahe“, sagte der niederösterreichische Superintendent Mag. Paul Weiland, Präsident der Österreichischen Bibelgesellschaft. „Wir mussten etwas unternehmen, denn das alte Bibelhaus war stark renovierungsbedürftig.“ Diese Herausforderung sei „hervorragend gelöst“ worden: „Das neue Bibelzentrum setzt einen neuen Akzent für die Verbreitung der Bibel.“ „In jeder Stadt gibt es viele Kirchtürme, in der Bibel aber ist die Quelle“, sagte Bischof Mag. Herwig Sturm. „Jeder Besucher und jede Besucherin findet hier im neuen Bibelzentrum eine Bibel in seiner Sprache“, betonte der Bischof.

Projekt unter einem guten Stern

„Der Ort ist entscheidend wichtig“ betonte der Architekt, Professor Carl Pruscha. Das Bibelzentrum sei „auf gutem Grund gebaut, das Projekt stand von Anfang an unter einem guten Stern“. Das sei nicht selbstverständlich, denn Bauen „ist immer auch ein Akt der Aggression“. Das Buch zu öffnen und „die Bibel lebendig zu machen“, war das Ziel der beiden Medienkünstler Mag. Wolfgang Hilbert und Mag. Richart Schneider: „Daher haben wir das Buch geöffnet und mit unserer Medieninstallation an die Scheibe gedrückt“, so Hilbert. „Damit locken wir die Menschen in das Bibelzentrum hinein.“

Zur Eröffnung des Bibelzentrums gratulierte auch der Direktor des Museumsquartiers, Dr. Wolfgang Waldner: „Das Bibelzentrum ist ein willkommener Nachbar auch des Inhalts wegen.“ Religion sei Teil der Kultur, und das Museumsquartier sei auch ein Kulturareal, „die Religion gehört hier her“. „Dass Museum etwas mit Zukunft zu tun hat“, unterstrich MR Univ.-Prof. Dr. Karl Schwarz vom Kultusamt. Ein Bibelmuseum dürfe sich nicht im Ewiggestrigen verlieren, „sondern entschlossen Zukunftskompetenz vermitteln“, wie es hier gelungen sei.

Fundgrube zu Bibelversen

Zahlreiche weitere Gäste drückten in ihren Grußworten ihre Wünsche und Gratulationen aus, unter anderem Vertreter der Mitgliedskirchen und die Direktoren internationaler Bibelgesellschaften. Musikalisch begleitet haben die Festveranstaltung das Vokalensemble der Evangelisch-Koreanischen Gemeinde Wien, Gernot Heinrich, Gunda Hagmüller, Gertrud Stecher, Florian Wieninger und Landeskirchenkantor Matthias Krampe. Moderiert wurde der Abend von der ORF-Journalistin Mag. Renata Schmidtkunz.

Vorgestellt hat Jutta Henner auch eine „Fundgrube zu Bibelversen“, so die Direktorin der Bibelgesellschaft, ein 128 Seiten starkes Buch mit Zitaten aus der Bibel, das bei der Österreichischen Bibelgesellschaft gegen eine Spende von 10 Euro zu beziehen ist: T 01/523 82 40.

ISSN 2222-2464