Hennefeld und Cilerdzic gemeinsam auf den Spuren der Reformation

Die Schauplätze der Zürcher Reformation: das Grossmünster, in dem Ulrich Zwingli wirkte. Foto: epd/Uschmann
Die Schauplätze der Zürcher Reformation: das Grossmünster, in dem Ulrich Zwingli wirkte. Foto: epd/Uschmann

„500 Jahre Zürcher Reformation“: Reformierter Landessuperintendent und serbisch-orthodoxer Bischof in Zürich und Genf

Wien/Zürich (epdÖ) – Im Jubiläumsjahr „500 Jahre Zwingli“ waren der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld und der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej Cilerdzic auf einer ökumenischem Studienreise in der Schweiz unterwegs. Der Dienstantritt von Ulrich Zwingli (1484-1531) als Leutpriester im Grossmünster von Zürich am 1. Jänner 1519 gilt vielen als Beginn der Zürcher Reformation. In nur wenigen Jahren, von 1519 bis 1525, setzte Zwingli die Reformation in Zürich durch. Hennefeld und Cilerdzic arbeiten seit Jahren im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zusammen; Hennefeld führt den Vorsitz, der serbisch-orthodoxe Bischof ist sein Stellvertreter.

Auf dem Programm der gemeinsamen Schweiz-Reise standen u.a. Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Reformierten Kirche in Zürich und Besichtigungen vor Ort. In Genf begaben sich die beiden Kirchenvertreter auf die Spuren des Reformators Johannes Calvin (1509-1564), weiters standen Begegnungen beim Ökumenischen Rat der Kirchen und dem Lutherischen Weltbund auf dem Programm, ebenso ein Besuch der serbisch-orthodoxen Gemeinde in Genf und im Orthodoxen Zentrum Chambesy. Auch das Benediktinerklosters Einsiedeln und Bern wurde besucht.

„Die konfessionsverbindende Reise in die Schweiz war ein starkes Zeichen lebendiger Ökumene und eine intensive Lerngemeinschaft“, sagte der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld kurz nach seiner Rückkehr gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. „Diese Reise lebte von der Vielfalt an Begegnungen mit Kirchenvertretern unterschiedlicher Konfessionen und von der spirituellen Gestaltung. Für mich war es eine besondere Freude, den Schatz der reformierten Reformation auf den Spuren der großen Reformatoren Zwingli und Calvin mit Menschen verschiedener Kirchen teilen zu dürfen“, so der ÖRKÖ-Vorsitzende.

Organisiert wurde die Schweiz-Reise, die von 30. August bis 3. September dauerte, vom Ökumene-Referat der Erzdiözese Salzburg gemeinsam mit der Evangelischen Diözese Salzburg-Tirol, der Evangelischen Kirche H.B., der Serbisch-orthodoxen Kirche und der Pro Oriente-Sektion Salzburg.

Der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej Cilerdzic, der seinen Amtssitz in Wien hat, ist nicht nur für Österreich zuständig, sondern u.a. auch für die Schweiz. Die Serbisch-orthodoxe Kirche ist in der Schweiz seit den späten 1960er Jahren institutionell verankert. Große Gemeinden gibt es neben Genf u.a. in Zürich, Bern, St. Gallen, Luzern, Lugano und Lausanne. Die Zahl der Gläubigen wird auf gut 100.000 geschätzt.

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ISSN 2222-2464