„Guter Religionsunterricht weckt Lust auf neue Erfahrungen“

Amtseinführung von Fachinspektor Lars Amann in Wien

Wien (epd Ö) – „In der Schule und im Religionsunterricht wird nicht nur Wissen vermittelt“, sagte der neue Fachinspektor für den Pflichtschulbereich der Superintendentur Wien, Dr. Lars Amann in der Predigt bei seiner Amtseinführung am 30. September in der lutherischen Pfarrgemeinde Wien-Innere Stadt. „Für mich ist es das Schönste, die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler mitzuerleben.“ Zu einem guten Religionsunterricht gehöre es, den Kindern und Jugendlichen Lust auf neue Erfahrungen zu machen. Gleichwohl sei nicht jeder Aufbruch auf einen neuen Weg sinnvoll, denn dazu gehöre es, auch einmal in die Irre zu gehen. „Unsere Aufgabe ist es, ihnen dann ein gutes Gepäck mitzugeben, in dem sich auch Stärkung und Orientierungshilfe finden.“ Auch gehöre es dazu, das Gefühl zu vermitteln, dass es da jemanden gebe, zu dem man zurückkommen könne.

Oberkirchenrat Karl Schiefermair wies in seiner Ansprache auf die „regelmäßig erprobte Fähigkeit Amanns hin, in Krisensituationen angemessen zu reagieren“. „Sie haben es nicht nur immer wieder geschafft, Ihre Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sondern stehen als Vater mit Ihrer Mitarbeit in Elternvereinen auch auf der ‚anderen Seite'“. Amann habe neben seiner langjährigen Arbeit in der Krankenhausseelsorge in der Schule auch etliche interreligiöse Projekte umgesetzt. Für seine neue Arbeit überreichte der Oberkirchenrat dem Fachinspektor und passionierten Gärtner zwei Paar Gartenhandschuhe: „Das geblümte Paar ist für die feinen und zierlichen Arbeiten, das grobe Paar für die Vorhaben, bei denen ein gewisser Schutz notwendig ist. Und dazu wünsche ich Ihnen die Weisheit, eines vom anderen zu unterscheiden.“

Traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Stadtschulrat und Kirche

Auf die „traditionell gute Zusammenarbeit“ zwischen dem Stadtschulrat und der evangelischen Kirche wies Stadtschulratsdirektor Wolfgang Reiter in seinem Grußwort hin, die Leiterin des Schulamtes der Diözese Wien, Christine Mann, betonte die „gut gelebte Gemeinschaft“ der Konfessionen an den Schulen: „Wir haben in der Stadt ein gut bestelltes Feld der Ökumene, an dem wir gemeinsam weiterarbeiten werden. Ich freue mich darauf.“

Der Gottesdienst war auch der Schulanfangsgottesdienst für die ReligionslehrerInnen und Religionslehrer der Superintendentur Wien. Als Zeichen für den bevorstehenden Weg durch das kommende Schuljahr hat die Fachinspektorin für die höheren Schulen, Gisela Ebmer, ein Stück Seil an alle Anwesenden ausgeteilt: „Dieses Seil soll als Zeichen dienen, das ich anderen reichen kann, das ein Netz werden kann, ein Zeichen für Gott, der mich trägt.“

Vorgenommen haben die Amtseinführung der Wiener Superintendent Hansjörg Lein, Fachinspektorin Gisela Ebmer und Religionslehrerin Monika Hofbauer. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Landeskantor Krampe, Monika Arbeiter-Salzer und Minjung Kim.

ISSN 2222-2464