Greiner: Neue Standards in der Lehrerausbildung im Pflichtschulbereich

Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien startet im Herbst mit europaweit einzigartigem ökumenischem Modell der Lehrerausbildung

Wien (epd Ö) – „Ganz neue Standards in der Lehrerausbildung“ setzen und sich auch verstärkt im „bildungspolitischen und gesellschaftspolitischen Diskurs“ einbringen – das ist das Ziel der Rektorin der neuen Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien, DDr. Ulrike Greiner. Beim Pressegespräch am Donnerstag, 22. März, im Rahmen der Infotage an der Pädagogischen Akademie in Wien-Strebersdorf wies die Rektorin darauf hin, dass das Modell der neuen Kirchlichen Pädagogischen Hochschule mit seiner Ausbildung für LehrerInnen im Volks-, Sonder- und Hauptschulbereich sowie für den Religionsunterricht europaweit neu sei. Da auch die Ausbildung von altkatholischen, evangelischen, römisch-katholischen und orthodoxen ReligionslehrerInnen an Pflichtschulen angeboten wird, ist das Projekt in dieser ökumenischen Zusammenarbeit ebenso europaweit „einzigartig“, wie Greiner bemerkte. Die Hochschule wird mit dem Studienjahr 2007/2008 an den Standorten Krems, Wien-Währing, Wien-Strebersdorf sowie am Stephansplatz ihren Lehrbetrieb aufnehmen.

 

Gemeinsame Standards – Keine Auslöschung der konfessionellen Unterschiede

 

Aufgrund der an der Ausbildung beteiligten unterschiedlichen Konfessionen erhoffe man sich auch einen kulturellen Dialog und das Einbringen „kultureller Traditionen“, betonte Greiner. Die Rektorin berichtete, dass die Hochschule von den PartnerInnen aus den vier beteiligten Kirchen bisher nur profitiere. Es sei wichtig, zu gleichen gemeinsamen Standards in der Ausbildung zu kommen, aber die Unterschiede der Konfessionen werden dadurch „nicht ausgelöscht“, erklärte Greiner. Die Ausbildung der Studierenden läuft zukünftig in gemeinsamen Modulen im allgemeinen Teil der Ausbildung ab. Die Module im Bereich der Fachwissenschaften werden getrennt voneinander sein. Der Ausbildung wird eine Eignungsberatung für zukünftige Studierende durch die DozentInnen vorausgehen. Neben der Lehrerausbildung für Pflichtschulen und Religionsunterricht bietet die Kirchliche Pädagogische Hochschule auch Fort- und Weiterbildungsangebote für LehrerInnen aller Schultypen an.

 

Berufliche Qualifikation und Anschlussfähigkeit an Universitätsstudium

 

Mit dem Abschluss an der neuen Hochschule ist sowohl ein Einstieg in den Beruf als auch ein darauf aufbauendes Studium im Bereich der Fachwissenschaften und der Pädagogik an einer Universität möglich. Um an das Bildungsniveau der Universitäten anschließen zu können, habe es in der Gründungsphase der Hochschule „eine sehr harte Qualitätsentwicklung“ gegeben, bemerkte Greiner. So würde bei den DozentInnen zunehmend auch auf weitere Qualifizierungen, auf Forschungsarbeit, Engagement im Bereich der Hochschulevaluierung u.a. geachtet.

 

Weitere Informationen unter www.kphvie.at

ISSN 2222-2464