Graz: Internationales Evangelisches Studentenheim Johannes-Kepler-Haus wieder eröffnet

Haus des Dialogs zwischen Kultur und Religionen für 117 BewohnerInnen aus 28 Nationen

Graz, 25. Mai 2005 (epd Ö) – Nach einer umfassenden Generalsanierung wurde das Internationale Evangelische Studentenheim Johannes-Kepler-Haus am Samstag, 21. Mai, wieder eröffnet. „Der Mehrwert dieses Hauses liegt in der Begegnung“, sagte Superintendent Mag. Hermann Miklas bei der Segnungsfeier, die er gemeinsam mit dem Grazer Hochschulseelsorger Mag. Oliver Gross vornahm. Derzeit beherbergt das Haus 117 BewohnerInnen aus 28 Nationen. Die Generalsanierung habe auch das Konzept des Studentenheimes unterstützt, den Dialog zwischen Kulturen und Religionen zu fördern, betonte der Obmann des Evangelischen Vereins für Studentenheime Graz, DI Fritz Schweinzer. Aus mehreren Wasserrohrbrüchen wurde letztlich eine umfassende Generalsanierung, erzählte der verantwortliche Architekt DI Wilfried Kassarnig. Um den laufenden Betrieb nicht zu beeinträchtigen, konnten die erforderlichen Arbeiten nur in den Sommerferien 2003 und 2004 durchgeführt werden. Erneuert wurden sämtliche Installationen, die Zimmer wurden neu gestaltet. Zusätzlich verfügt das Heim 30 Jahre nach der Ersterrichtung nun auch über mehrere behindertengerecht ausgestattete Zimmer. Durch ein neues Heizungssystem und entsprechende Wärmedämmung konnten die laufenden Energiekosten deutlich reduziert werden.

Insgesamt betrug das Volumen der Sanierung knapp 2,7 Millionen Euro, berichtete der frühere Superintendent, Prof. Mag. Ernst-Christian Gerhold, der nun dem Trägerverein als Schriftführer angehört. Realisiert wurden konnte das Projekt nur dank der großzügigen Unterstützung seitens der öffentlichen Hand. Gerhold dankte insbesondere dem Land Steiermark, dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Stadt Graz, dem Gustav-Adolf-Verein-Steiermark und der Evangelischen Kirche in Österreich.

„Wer in Studentenheime investiert, baut Zukunft“, sagte MR Dr. Karl Schwarz vom Kultusamt im „Zukunftsministerium“ in seinem Grußwort. Wenn ein evangelisches Studentenheim den Namen eines Wissenschaftlers trage, der durch die Gegenreformation vertrieben wurde, sei dies zudem ein „Zeichen der Versöhnung“. Grußworte sprachen auch Landesrat Hans Seitinger und Gemeinderat Thomas Rajakovics.

ISSN 2222-2464