Graz: Auftakt zur ökumenischen Aktion „Autofasten“

Nachdenken über den alltäglichen Umgang mit dem Auto

Graz (epd Ö) – Mit der Aktion „Autofasten“ wollen die evangelische und die römisch-katholische Kirche in der Steiermark in der heurigen Fastenzeit zum Nachdenken über den alltäglichen Umgang mit dem Auto beitragen. Zur Startveranstaltung am Mittwoch, 9. Februar, wurden Medienvertreter per Bus zur römisch-katholischen Pfarrkirche St. Lukas am Grazer Bahnhofsgürtel gebracht, wo die Verkehrsbelastung besonders hoch ist und die Menschen extrem unter Lärm, Staub und Abgasen leiden.

Superintendent Hermann Miklas strich die wichtige Komponente des Umweltschutzes hervor, besonders im Blick auf die Feinstaub-Problematik und die hochgradige Umweltverschmutzung im Grazer Raum. Miklas appellierte an die Selbstverantwortung jedes Einzelnen, denn eine Bewusstseinsänderung könne nur dann erfolgen, wenn es heißt: „Ja, ich fange bei mir selbst an“. Um noch mehr Menschen zum „Autofasten“ anzuregen, ließen Kinder aus dem Pfarrkindergarten St. Lukas zur Eröffnung der Aktion 500 Luftballons mit Informationsfoldern steigen.

Der Geistliche Assistent der Katholischen Aktion in der Steiermark, P. Severin Schneider, betonte die geistige Dimension des religiösen Fastens im Sinne von „Fesseln lösen, sich aus der Sklaverei befreien, sich nicht beherrschen lassen, sondern sich beherrschen“. Fasten könne heute sinnvoll heißen, sich aus der „Sklaverei“ des Autos zu befreien. „Autofasten“ sei zudem ein dringend notwendiger Beitrag zur Erhaltung des Lebensraumes, so Schneider.

Der evangelische Umweltbeauftragte, Prof. Johann-Georg Haditsch, und die Umweltbeauftragte der römisch-katholischen Diözese Graz-Seckau, Hemma Opis-Pieber, wollen als Initiatoren der Aktion dazu anregen, nach Alternativen zum Auto – wie Fahrgemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel, Rad fahren oder Gehen – zu suchen und diese auszuprobieren. Bis 27. März sind alle Autofahrer eingeladen, unter dem Motto „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“ das Auto möglichst oft in der Garage zu lassen, dadurch gesünder zu leben und auch einen Beitrag zur Verbesserung der Luft- und Verkehrssituation zu leisten.

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.autofasten.at.

ISSN 2222-2464