Gottesstaat oder Staat ohne Gott?

Die vierte Ökumenische Sommerakademie befasst sich mit politischer Theologie in Judentum, Christentum und Islam

Kremsmünster, 08. Mai 2002 (epd Ö) Die vierte Ökumenische Sommerakademie befasst sich heuer mit dem Spannungsverhältnis von Religion und Politik, das in zahlreichen Krisenherden dieser Welt eine wichtige Rolle spielt.

Prallen islamischer Gottesstaat und westliche Demokratie unvereinbar aufeinander? Bedeutet Gottesstaat die Rückkehr ins Mittelalter, und garantiert Säkularismus tatsächlich tolerantes Zusammenleben? Ist der von der Religion bestimmte Staat gottgefällig, der säkulare Staat gottlos? Diese und andere Fragen werden heuer von 10. bis 12. Juli im Stift Kremsmünster/Oberösterreich behandelt. Vertreter der drei monotheistischen Religionen kommen zu Wort. Sie haben das gleiche Gewicht und treten miteinander in Diskussion.

Zu den Referenten zählen internationale Experten, unter anderem Univ.-Prof. Dr. Mohamed Abu Shama, Professor für Islamwissenschaft an der Al-Azhar Universität Kairo, Univ.-Prof. Dr. Daniel R. Schwartz, Professor für die Geschichte des jüdischen Volkes an der Hebrew University of Jerusalem und der Theologe und Philosoph Mag. Dr. Michael Weninger, der den EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi in religiösen Fragen berät.

Die Tagungsgebühr beträgt einschließlich der Tagungsmappe 30 Euro (für Studenten 15). Anmeldungen unter ORF Religion Hörfunk, Argentinierstraße 30a, 1041 Wien, Telefon: 01/50101-18230, Fax: 01/50101-18923, ta.fr1508817922o@fh.1508817922noigi1508817922ler1508817922.

ISSN 2222-2464