Geschichten von Menschen, die nicht von sich selbst erzählen

20 Jahre „Häferl“ – Neues Buch von Gerlinde Horn im Evangelischen Presseverband erschienen

Wien (epd Ö) – „Wo die Wüste aufhört, beginnt der Himmel“ ist der Titel eines neuen Buches von Gerlinde Horn, das am 15. September in der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche im Rahmen einer Nachtlesung präsentiert wurde. Das im Evangelischen Presseverband erschienene Buch enthält, so Horn, „Geschichten und Erzählungen über das Leben von Menschen, die nicht von sich selbst erzählen, obwohl sie durch die Wüste gehen“.

 

„Gerlinde Horn beschreibt in dem Buch Menschen, die Lebensbrüche erleben“, sagte der Gefangenenseelsorger Arno Preis in seiner thematischen Einführung. Konkret gehe es um Menschen, die „in unserer Gesellschaft nicht so wahrgenommen werden, wie sie wahrgenommen werden sollten“.

 

Aus dem Buch, das anlässlich des 20-jährigen Bestehens des im Untergeschoss der Kirche untergebrachten „Häferls“, einer evangelischen Selbsthilfeeinrichtung für Strafentlassene und Freigänger, als Geschenk an die Einrichtung entstanden ist, lasen Gerlinde Horn und der Herausgeber der Obdachlosen-Zeitung „Augustin“, Franz Blaha, „Stellen, die uns immer wieder bewegen“. Gleichzeitig malte im Altarraum der Gustav-Adolf-Kirche der Maler Andy Egg auf einer 18 Quadratmeter großen Leinwand ein Bild „Der bewegte Christ“. Musikalisch gestaltete den Abend der Musikwissenschaftler und Organist Mag. Mario Aschauer, der seinen Zivildienst im „Häferl“ geleistet hat.

 

Der Ertrag des Buches, das 16 Euro kostet, kommt zur Gänze dem „Häferl“ zugute. Wie Horn betont, können „mit jedem verkauften Buch acht Mahlzeiten für die Besucher des „Häferls“ gekocht werden“. Zu beziehen ist das Buch im „Häferl“, Hornbostelgasse 6, 1060 Wien, oder bei Gerlinde Horn, Lutherplatz 1, 1060 Wien, Tel. 01-789 72 03, E-Mail: ta.no1524330578a@edn1524330578ilreg1524330578.nroh1524330578

ISSN 2222-2464