Gemeinsam ein Stück Land pflegen

Gemeinschaftsgärten werden immer beliebter. Foto: flickr/Horst Jens
Gemeinschaftsgärten werden immer beliebter. Foto: flickr/Horst Jens

Pfarrer Tendis: „Gesellschaftlichen Wandel mitgestalten“

Villach (epdÖ) – Unter dem Themenschwerpunkt „ökonomische Aspekte der Gemeinschaftsgärten“ trafen sich von 9. bis 11. September Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinschaftsgärten aus ganz Österreich im Rahmen der 9. Gartenpolylogtagung im Regenbogenland in Villach. Das Regenbogenland wurde von der evangelischen Pfarrgemeinde St. Ruprecht 2007 initiiert. Auf 8000 m2 ist dort inzwischen ein Gemeinschaftsgarten entstanden. Für Pfarrer Norman Tendis sind Gemeinschaftsgärten ein wichtiges Mittel um ein gesellschaftliches Umdenken anzuregen und Alternativen in Bezug auf Klimafragen und Biodiversität aufzuzeigen.

Gemeinschaftsgärten werden in Österreich immer populärer. Besonders in Städten aber auch in ländlichen Gebieten findet die Idee als Gruppe ein Stück Land gemeinsam zu pflegen und verschiedene Pflanzen anzubauen immer mehr Anhängerinnen und Anhänger. Gemeinschaftsgärten seien aber keinesfalls nur als Hobby oder Freizeitbeschäftigung zu verstehen. Vielmehr gebe es auch eine Vielzahl von ökonomischen Aspekten, zeigte sich Norman Tendis im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst überzeugt: „Einerseits liefern sie tatsächlich Produkte – nämlich Lebensmittel und sparen so den Kauf von teuren Konsumgütern. Andererseits leisten sie auf der Ebene der informellen Ökonomie ein gesellschaftliches Klima der Eigenmacht und eines Miteinanders, das das Wohlbefinden steigert und Geld spart“.

„Zukunft keimt auf“

In seinem Vortrag wies Tendis auf eine Reihe von weiteren positiven Effekten von Gemeinschaftsgärten hin. Sie würden überdies einen notwendigen gesellschaftlichen Wandel in Bezug auf die Lebensmittelversorgung aufzeigen. Auch in Bezug auf die Klimaziele seien Gemeinschaftsgärten ein wichtiges Mittel, so müssten weniger Lebensmittel aus großer Entfernung und unter Zuhilfenahme von LKW und anderen Mitteln transportiert werden. Mit Gemeinschaftsgärten könne man mit kleinen Mitteln viel erreichen, dadurch „keimt Zukunft auf“, so Pfarrer Norman Tendis.

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ISSN 2222-2464