Gedenken an Opfer von Drogenmissbrauch

v.l.n.r.: Pater Albert Gabriel (römisch-katholisch, Donaucity-Kirche), Josef Rohaczek (Obmann des Elternkreis Wien, Träger des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich), Pastor Martin Siegrist (evangelisch-methodistisch, Wien-Floridsdorf) bei der Gedenk- und Segnungsfeier. Foto: privat
v.l.n.r.: Pater Albert Gabriel (römisch-katholisch, Donaucity-Kirche), Josef Rohaczek (Obmann des Elternkreis Wien, Träger des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich), Pastor Martin Siegrist (evangelisch-methodistisch, Wien-Floridsdorf) bei der Gedenk- und Segnungsfeier. Foto: privat

Rund 200 Millionen Menschen weltweit konsumieren illegale Drogen

Wien (epdÖ) – Mit einer Gedenk- und Segnungsfeier beim „Baum der Hoffnung“ bei der Wiener UNO-City wurde am 26. Juni, dem „Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr“, der Opfer von Drogenmissbrauch, den Drogenkranken und ihrer Angehörigen gedacht. Rund 200 Millionen Menschen weltweit konsumieren nach Schätzungen der Vereinten Nationen illegale Drogen. Noch immer werden drogenabhängige Menschen oftmals stigmatisiert, diskriminiert und kriminalisiert.

Zu der Feierlichkeit waren unter anderem Mitglieder des „Elternkreises Wien“ eingeladen, eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchtkranken, die sich zweimal im Monat in der Evangelisch-methodistischen Pfarrgemeinde Wien-Floridsdorf trifft.

„Das Zulassen und Aussprechen des Leides ist in vielen Fällen der erste Schritt zu Trost und Heilung. Und so finde ich es gut und wichtig, dass es den Elternkreis gibt“, erklärte Pastor Martin Siegrist von der Evangelisch-methodistischen Kirche in seiner Predigt. Gemeinsam mit Pater Albrecht Gabriel gestaltete er die Andacht beim „Baum der Hoffnung“. Dieses Denkmal solle ermutigen und Hoffnung schenken, so Siegrist weiter. „Und dieses Denkmal ist ein Zeichen, dass wir als Gesellschaft einen offenen Umgang mit den Themen Drogen und Sucht brauchen, Leid nicht hinter Zahlen verstecken und Verantwortung nicht allein auf die Opfer abwälzen.“

Informationen zur Arbeit des Elternkreises finden Sie im Internet unter: http://www.elternkreis.at.

ISSN 2222-2464