Gallneukirchen: Haus Bethanien wiedereröffnet

Nach der Landessonderausstellung 2015 folgte eine weitere Umbau-und Renovierungsphase, bis das ursprüngliche Diakonissenhaus sein heutiges Gesicht erhielt. Foto: Diakoniewerk
Nach der Landessonderausstellung 2015 folgte eine weitere Umbau-und Renovierungsphase, bis das ursprüngliche Diakonissenhaus sein heutiges Gesicht erhielt. Foto: Diakoniewerk

Ehemaliges Diakonissenhaus wurde nach Umbau wieder Ort des sozialen Wirkens

Gallneukirchen (epdÖ) – Mit einem Festakt ist am Freitag, 11. November, das Haus Bethanien des Diakoniewerks in Gallneukirchen offiziell wiedereröffnet worden. Seit September erstrahlt das ehemalige Diakonissenhaus in neuem Glanz und ist nun wieder ein Ort sozialen Wirkens. Ursprünglich fungierte das Gebäude als Heimat und Einkehrort der Schwesternschaft, die bei seiner Eröffnung 1909 mehr als 100 Diakonissen umfasste. Im Vorjahr beherbergte es nach umfassender Renovierung die oberösterreichische Landessonderausstellung. Nach deren Auszug erhielt es in einer zweiten Umbau- und Renovierungsphase sein heutiges Gesicht.

Neben dem Café & Bistro Kowalski, in dem Menschen mit Behinderung einen qualitätsvollen Arbeitsplatz gefunden haben, gibt es eine Tagesbetreuung für Menschen im Alter und mit Demenz. In den Obergeschoßen sind Senioren in acht Wohnungen mit Betreuung eingezogen. Die Schule für Sozialbetreuungsberufe bekam neben einer Lehrküche Räume, auch die Diakonie Akademie und das Zentrum für Freizeit – Sport – Bildung zogen ein. Kulturschaffende Menschen mit Behinderung im Atelier und im „Theater Malaria“ haben ebenso eine neue Wirkungsstätte gefunden wie die Mediengruppe, die verschiedene Serviceleistungen im Bereich der Symbolsprache und Fotografie anbietet, und die „Macherei“, die sich unter anderem um Produktlogistik und -verpackung kümmert. Gemeinsam sind sie die „Kunstwerkstatt“.

Rektorin Christa Schrauf betonte in ihren Begrüßungsworten die „enorme soziale Strahlkraft“, die vom alten Haus Bethanien durch die Arbeit der Diakonissen ausgegangen sei. Auch im neuen Haus fokussiere sich das diakonische Anliegen und werde heute wie damals durch die Kombination von Menschenliebe und qualifizierten Dienstleistungen kompetenter Mitarbeitender erfahrbar. Schrauf: „Es ist gelungen, aus diesem für die Geschichte des Diakoniewerks so bedeutenden, einzigartigen Haus Bethanien ein neues Haus Bethanien zu entwickeln, das wertschätzend das Gestern aufnimmt, mit dem Museum und den eingehaltenen Denkmalschutzbestimmungen, aber dieses so transformiert, dass es in seinen aktuellen Funktionen und Inhalten die Gegenwart gestalten kann und in die Zukunft weist.“

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ISSN 2222-2464