Für Verbesserung der Kommunikation in der Kirche

Die Superintendentialversammlung der Diözese Salzburg-Tirol tagte in Wörgl

Wörgl, 28. März 2001 (epd Ö) Die Verbesserung der Kommunikation in der Kirche stand im Mittelpunkt der 35. Superintendentialversammlung der Superintendentialgemeinde Salzburg/Tirol am 24. März in Wörgl. Superintendentin Mag. Luise Müller verwies in ihrem Bericht auf die zahlreichen Aktivitäten in der Diözese und forderte eine bessere Koordinierung und Bündelung der Kräfte zur Erreichung größerer Effektivität und eines deutlicheren Bildes der Evangelischen Kirche in der Öffentlichkeit. Über die Pflege der nachbarschaftlichen Kontakte zwischen den Gemeinden „auch mit den deutschen Nachbarn“ hinaus solle die Arbeit in den verschiedenen Arbeitszweigen der Diözese vernetzt und unter ein gemeinsames Jahresthema gestellt werden. Dieses Jahresthema laute für 2001 „Sichtbar evangelisch“. Schwerpunktveranstaltungen sind das Evangelische Kirchenfest Salzburg-Tirol unter dem Motto „Verborgene Schätze“ am 14. Juni in Elixhausen bei Salzburg sowie die Präsentation „125 Jahre Evangelische in Tirol“ am 24. Juni in Innsbruck. Die Superintendentin betonte auch die Wichtigkeit der Supervision von Pfarrerinnen, Pfarrern und anderen kirchlichen Verantwortungsträgern und Verantwortungsträgerinnen. Die Superintendentialversammlung, die den Budgetansatz für die Öffentlichkeitsarbeit verdreifachte, beschloss auch, die Bemühungen um geeignete Räume für die Superintendentur zu verstärken.

Kirchenbeitragsaufkommen stark gesteigert

In der Diözese Salzburg-Tirol konnte die höchste Steigerung des Kirchenbeitragsaufkommens erzielt werden. Dafür dankte Bischof Herwig Sturm der Superintentialversammlung. Sturm betonte die Bedeutung des Religionsunterrichts für Kinder und Gemeinden und für die Öffentlichkeitsarbeit der Kirche. Der Bischof regte eine gemeinsame Plattform der drei evangelischen Diaspora-Vereine Martin-Luther-Bund, Gustav-Adolf-Verein und Evangelischer Bund an. Damit könnten Kräfte gebündelt und „evangelisch“ in Österreich besser sichtbar gemacht werden.

Kirchliche Kommunikationshindernisse analysierte der Geschichts-, Politik- und Sprachwissenschaftler Dr. Manfred Betz, Wiesloch bei Heidelberg. In seinem Referat zum Thema „Die sprachlose Kommunikationsgesellschaft“ forderte Betz, alte verkrustete Autoritätspositionen abzubauen und das Verhältnis von Amtsautorität und persönlicher Autorität neu zu bestimmen, damit Kommunikation besser gelingen könne.

ISSN 2222-2464