Fülle der einen Kirche Christi nicht nur in Römisch-katholischer Kirche

Stellungnahme der Evangelischen Kirche A.B. anlässlich Medienberichten zur Weihe Höberths

Wien (epd Ö) – „Die Kirche in ihrer Fülle ist überall da gegeben, wo das Evangelium lauter gepredigt wird und die Sakramente ihrer Einsetzung gemäß gefeiert werden“ heißt es in einer Stellungnahme der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Diese Stellungnahme sei erforderlich geworden, weil anlässlich der Weihe von Pfarrer Mag. Gerhard Höberth zum Priester der Römisch-katholischen Kirche Aussagen veröffentlicht wurden wie etwa, dass Höberth „in der Römisch-katholischen Kirche die Fülle“ erkannt habe. Die Stellungnahme betont, dass „die Evangelischen Kirche A.B. die Fülle der einen Kirche Jesu Christi ebenso wie die mit ihr in der Ökumene verbundenen Schwesterkirchen“ verwirkliche.

Richtigstellung von Aussagen zur Scheidungsquote bei evangelischen Geistlichen

Auch die Aussagen Höberths zu der „relativ hohen Scheidungsquote bei evangelischen Geistlichen“ stellt die Stellungnahme richtig: „Das Gegenteil ist der Fall: Zwölf Prozent der evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer sind geschieden, die aktuelle Scheidungsrate liegt bei 49 Prozent.“ Die Evangelische Kirche ist „der tiefen Überzeugung, dass verheiratete Pfarrerinnen und Pfarrer durch ihr gelebtes Beispiel die Glaubwürdigkeit der Verkündigung verstärken“.

Es müsse bei unbefangenen Leserinnen und Lesern der Eindruck entstehen, dass Höberth „schon bald nach seinem Dienstantritt als ordinierter Geistlicher der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich mit dem Gedanken des Übertritts zur Römisch-katholischen Kirche zu spielen begonnen hat.“ Ebenso habe es, Medien zufolge, bald erste Kontakte mit Vertretern der Römisch-katholischen Kirche gegeben. Dieser Zustand habe sich über mehrere Jahre hingezogen. „Wir bedauern das insbesondere im Blick auf die Gemeinde, die sich aufgrund seines Ordinationsgelübdes den aufrichtigen Dienst auf der Grundlage der Heiligen Schrift und der Bekenntnisse der Kirche erwarten durfte.“

Es solle aufgrund der „stabilen und vertrauensvollen ökumenischen Verbundenheit mit unserer Römisch-katholischen Schwesterkirche“ die „gemeinsame Freude überwiegen, dass Menschen in den Dienst des Evangeliums berufen werden. In diesem Sinn wünschen wir Pfarrer Höberth und seiner Familie alles Gute und Gottes Segen.“

Die Stellungnahme im vollen Wortlaut finden Sie unter www.evang.at/themen/a-bis-z/oekumene/.

 

ISSN 2222-2464