Fruchtiges aus der Bibel

Ausstellung „Pflanzen, Bäume und Früchte in der Bibel“ im Wiener Bibelzentrum eröffnet

Wien, 1. Februar 2006 (epd Ö) – „Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden und setzte einen Menschen hinein“ – mit diesen Worten aus dem 1. Buch Mose führte der Präsident der Österreichischen Bibelgesellschaft, Superintendent Mag. Paul Weiland, die Besucher anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Pflanzen, Bäume und Früchte in der Bibel“ am 27. Jänner in das Thema ein. Als Beispiel wählte Weiland den Weinstock und die Distel, die in ihrer Gegensätzlichkeit zeigten, dass es „in der Bibel immer um das Ganze geht. Das Leben in seinen Notwendigkeiten, auch den tatsächlichen oder scheinbaren Unnötigkeiten, aber auch um das Leben in seiner Lust. Um die Freude am Schönen und Bunten, aber auch um die Herausforderung des weniger Angesehenen und Stacheligen.“

Insgesamt werden in der Bibel rund 120 verschiedene Pflanzen genannt. Den wichtigsten davon, ihrer symbolischen Bedeutung, aber auch ihren botanischen Merkmalen, geht die Ausstellung im Wiener Bibelzentrum nach, zu der auch eine Begleitbroschüre erhältlich ist. Konzipiert wurde die Ausstellung, die seit ihrer Eröffnung auf reges Publikumsinteresse stößt, gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Wien und der „Grünen Schule“. Zahlreiche Schulklassen und Gemeindegruppen haben sich bereits für Sonderführungen angemeldet.

Die Direktorin der Bibelgesellschaft, Dr. Jutta Henner, betont: „Mit dieser Ausstellung schaffen wir einen sinnenhaften und sinnlichen Zugang zur Bibel: Pflanzen, Bäume und Früchte in der Bibel sind anschaulich und angreifbar, sie riechen, man kann Früchte kosten.“ Und sie hofft, die Ausstellung möge dazu anregen, „die Bibel in die Hand zu nehmen und nachzulesen“.

Die Ausstellung ist noch bis 18. Februar zu folgenden Zeiten geöffnet: Mo bis Mi, Fr 9.30 bis 16 Uhr, Do 9.30 bis 20 Uhr, Sa 10 bis 17 Uhr, Bibelzentrum beim Museumsquartier, 1070 Wien, Breite Gasse 4-8. Die Ausstellungstafeln sind als Wanderausstellung konzipiert und ab März entlehnbar.

ISSN 2222-2464