Friedenseinatz: Österreichische Studentin im Westjordanland

Bettina Zangl ist als "ökumenische Begleiterin" für drei Monate im palästinensichem Westjordanland. Foto: EAPPI
Bettina Zangl ist als "ökumenische Begleiterin" für drei Monate im palästinensichem Westjordanland. Foto: EAPPI

Diakonie entsendet „ökumenische Begleiterin“ in besetztes palästinensisches Gebiet

Wien, (epdÖ) – Die Diakonie hat am Dienstag, 28. Juni, für drei Monate eine „Ökumenische Begleiterin“ in das palästinensische Westjordanland („Westbank“) entsandt. Die 24-jährige Bettina Zangl wird als „Friedensarbeiterin und zivilgesellschaftliche Zeugin“ in dem seit 1967 von Israel besetzten, seit den Oslo-Verträgen in den 1990er-Jahren teilweise unter palästinensischer Selbstverwaltung stehenden Gebiet tätig sein.

Die Studentin soll, so die Diakonie in einer Aussendung, militärische Checkpoints beobachten, in Flüchtlingscamps arbeiten und Kinder in unsicheren Gegenden auf dem Schulweg begleiten. Mögliche Schikanen und Gewaltakte an der Zivilbevölkerung wird sie dokumentieren und an entsprechende Stellen weiterleiten. Als Motivation für den Einsatz nennt die gebürtige Steirerin, die in Wien Rechtswissenschaften und Internationale Entwicklung studiert, das bessere Verständnis des Nahost-Konfliktes und den „näheren Kontakt mit der Bevölkerung“. Außerdem, so Zangl, sei es wesentlich, „durch die komplizierte politische Lage, den Friedensgedanken in der Bevölkerung zu leben und zu stärken.“

Zangls Einsatzort wird Tulkarm (Tulkarem) sein. Seit dem Versagen des Friedensprozesses von Oslo, dem Bau von weiteren israelischen Siedlungen auf besetztem Gebiet und darauffolgenden Selbstmordattentaten militanter Palästinenser wurde Tulkarem durch den Bau einer riesigen Betonmauer von seinem Hinterland isoliert und die lokale Wirtschaft nahezu ruiniert.

Das „Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel“ (EAPPI), wurde im Jahr 2002 vom Weltkirchenrat (ÖRK) in Genf ins Leben gerufen. Die österreichische Koordination für EAPPI wird von der Diakonie Auslandshilfe, dem Internationalen Versöhnungsbund und Pax Christi im Auftrag des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) gemeinsam getragen.

Bettina Zangl berichtet von ihren Erlebnissen auf Facebook: www.facebook.com/pages/Bettina-in-the-West-Bank/119867071427916

ISSN 2222-2464