Frieden lernen in Rechnitz

Jugendliche aus Israel und Palästina begegnen einander im Burgenland

Rechnitz (epd Ö) – „Dialogue for the future“ heißt es zum zweiten Mal in Rechnitz im Burgenland, wenn 24 Jugendliche ein Friedenscamp der Diakonie besuchen: „Die Jugendlichen aus Israel, Palästina, Ungarn und Österreich verbringen ab heute gemeinsam zwei Wochen bei politischen Diskussionen, künstlerischen Workshops und Outdoor-Aktivitäten“, heißt es dazu in einer Aussendung der Diakonie. Ziel sei es, den 16- bis 20-Jährigen „positive Begegnungen auf neutralem Boden zu ermöglichen“.

Michaela Scholz, Referentin der Diakonie Auslandshilfe, berichtet: „Dieser Beitrag zur Friedensarbeit mag klein sein, aber wir wissen, dass er wirkt. Die Jugendlichen des ersten Camps blieben in Kontakt, sie sind über das Internet vernetzt und halten sich gegenseitig über persönliche und politische Ereignisse auf dem Laufenden.“ Für junge Menschen aus Israel und Palästina sei dies besonders wichtig, da sich ihre völlig unterschiedlichen Lebenswelten meist nur dann berühren, wenn es zu Konflikten kommt. „Das Jugendcamp in Rechnitz soll eingefahrene Vorurteile und Ängste abbauen helfen.“

Die Diakonie möchte mit dem Friedenscamp österreichischen und ungarischen Jugendlichen die Hintergründe des Nahostkonflikts im Austausch mit den israelischen und palästinensischen Jugendlichen, also aus erster Hand, näherbringen. Die TeilnehmerInnen werden ihre Eindrücke und Erfahrungen laufend in einem Blog dokumentieren, abrufbar unter www.diakonie.at.
Das Friedenscamp „Dialogue for the future“ wird veranstaltet von der Diakonie Auslandshilfe, der Evangelischen Akademie, der Evangelischen Jugend Österreich und dem Forum concentrum.

ISSN 2222-2464