Freiwillige Sozialarbeit verstärkt fördern

Oberkirchenrat Kauer: „Das zurückliegende Jahr der Ehrenamtlichen hat den Ehrenamtlichen nichts gebracht“

Wien, 3. Jänner 2002 (epd Ö) „Das Jahr 2001 ist von der UNO zum Jahr der Ehrenamtlichen deklariert worden. Wirklich gebracht hat ihnen das außer Worten des Dankes nichts.“ Das sagte Oberkirchenrat MMag. Robert Kauer im Rückblick auf das vergangene Jahr in einem Gespräch mit epdÖ. Kauer wies darauf hin, dass freiwillige soziale Dienste Leistungen erbringen, „die so von Bund, Ländern und Gemeinden gar nicht geleistet werden können“. Als Beispiele nannte das Mitglied der Kirchenleitung Besuchsdienste, Altenbetreuung, Krankenbesuche und die „Aktion Notquartier“. Allein in der Evangelischen Kirche und der Evangelischen Diakonie seien dafür ständig mehr als 1.000 Personen im Einsatz. Als vordringlich bezeichnete Kauer die verstärkte Förderung und Unterstützung freiwilliger Sozialarbeit. „Die Kirche unternimmt mit ihrem Projekt Organisationsentwicklung 2002 ernsthafte Anstrengungen in dieser Richtung. Vom Staat müssen steuerrechtliche Voraussetzungen geschaffen werden, dass Ehrenamtliche Kosten, die ihnen durch freiwillige Sozialarbeit entstehen, geltend machen können“, sagte der Oberkirchenrat.

ISSN 2222-2464