Frauenarbeit entschieden für Empfängnisverhütung

ÖAMTC soll das Thema „weiterhin positiv aufnehmen“

Wien, 19. Mai 2004 (epd Ö) Die Evangelische Frauenarbeit in Österreich ersucht den ÖAMTC dringend, „das Thema Empfängnisverhütung auch weiterhin positiv aufzunehmen und sich nicht durch Initiativen sehr konservativer Kreise der römisch-katholischen Kirche einschüchtern zu lassen“.

In einem von Direktorin Pfarrerin Mag. Barbara Heyse-Schaefer und der Vorsitzenden Veronika Kappeler unterzeichneten, mit 18. Mai datierten Schreiben an den Autofahrerclub bezieht sich die Frauenarbeit auf die Diskussion um ein ganzseitiges Inserat in der Mai-Ausgabe der Clubzeitschrift „auto touring“. In dem Inserat hatte das Wiener Gynmed Ambulatorium, das auch Schwangerschaftsabbrüche durchführt, unter der Schlagzeile „Sommer, Sonne, Sex“ Informationen über sichere Methoden zur Empfängnisverhütung gegeben. Römisch-katholische Gruppen hatten daraufhin unter Boykottdrohungen vom ÖAMTC eine schriftliche Distanzierung gefordert. Der Generalsekretär des Clubs, Dkfm. Hans-Peter Halouska, hatte die „Polarisierung unter den ÖAMTC-Mitgliedern“ bedauert und erklärt: „Im nächsten Heft gibt es keine weitere Schaltung dieses Inserats.“

Grundsätzlich bemerkt die Evangelische Frauenarbeit in ihrem Schreiben zur Frage der Schwangerschaftsverhütung: „Empfängnisverhütung ist die beste und einzige Vorbereitung gegen die Schwangerschaftsunterbrechung, und es gibt keine aussichtsreichere Maßnahme, die Zahl der Abtreibungen zu verhindern, als die Verbreitung der Kenntnis über die Methoden der Schwangerschaftsverhütung. Jedes Kind sollte ein Recht darauf haben, ein Wunschkind zu sein.“

ISSN 2222-2464