Frauenarbeit: Amtseinführung der neuen Direktorin

Gerti Rohrmoser (links), neue Direktorin der Frauenarbeit, bei ihrer Amtseinführung durch Bischof Bünker und Landessuperintendent Thomas Hennefeld. Foto: epd/Dasek
Gerti Rohrmoser (links), neue Direktorin der Frauenarbeit, bei ihrer Amtseinführung durch Bischof Bünker und Landessuperintendent Thomas Hennefeld. Foto: epd/Dasek

Gerti Rohrmoser: „Aufeinander zugehen und zusammen wachsen“

Wien (epdÖ) – Die neue Direktorin der Evangelischen Frauenarbeit in Österreich (EFA), Gerti Rohrmoser, ist am Sonntag, 8. Jänner, in der Johanneskirche in Wien-Liesing durch Bischof Michael Bünker und Landessuperintendent Thomas Hennefeld feierlich in ihr Amt eingeführt worden. „Aufeinander zugehen und zusammen wachsen“ – so das Motto des Gottesdienstes – ist der neuen Direktorin wichtig. Die Theologin ist langjährige Kuratorin der evangelisch-reformierten Pfarrgemeinde Wien-Süd und arbeitete über viele Jahre auf verschiedenen Ebenen der Evangelischen Frauenarbeit ehrenamtlich mit.

Bischof Michael Bünker erinnerte in seiner Ansprache an die Geschichte der Frauenarbeit, die 1940 in der „tiefsten Krise“ der Evangelischen Kirche gegründet wurde. Seitdem sei die Frauenarbeit zu einem „Theologie generierenden Ort“ geworden, wo über Bestimmung und Gestaltung der Kirche nachgedacht werde, unterstrich der Bischof. In einer sich immer stärker polarisierenden Gesellschaft brauche es Mut, Vertrauen und Zuversicht, aber besonders auch die Fähigkeit zur Pluralität. Die Frauenarbeit leiste dazu einen wichtigen Beitrag.

Neben den administrativen und organisatorischen Agenden, die den Arbeitsalltag der Direktorin bestimmen, gehe es letztlich darum, „ein lebendiges Zeugnis von Gottes Menschenfreundlichkeit“ abzulegen und „mit ganz offenem Herzen“ auf Menschen zuzugehen, sagte Gerti Rohrmoser in ihrer Predigt. Dabei dürften nicht nur jene im Blickfeld sein, die zur Kirche gehören. Deutlich wandte sich die neue Direktorin gegen „jene, die auf Kosten anderer leben“, denn „das Leben in Fülle ist allen zugedacht“. Auch als Direktorin will Rohrmoser „Kuratorin“ im wörtlichen Sinn sein, „eine, die Sorge trägt“ um die Arbeit, die ihr anvertraut ist.

Zur Amtseinführung konnte die Vorsitzende der Frauenarbeit, Evelyn Martin, zahlreiche Gäste aus den Evangelischen Kirchen, der Ökumene und aus den Nachbarländern begrüßen. „Evangelische Frauenarbeit und Katholische Frauenbewegung gestalten Kirche wesentlich mit“, erklärte deren Vorsitzende, Veronika Pernsteiner. Entlang der „politischen Linie des Evangeliums“ gehe es dabei um die gemeinsamen Anliegen von Frauen in der Welt. Glückwünsche überbrachte auch Daniela Horinkova von der slowakischen Frauenarbeit. Gabriele Kienesberger, Ko-Präsidentin des Ökumenischen Forums christlicher Frauen in Europa hob in ihrem Grußwort die langjährige Verbindung der EFA mit der internationalen Plattform hervor. Vertreterinnen der EFA hätten dort über viele Jahre den Austausch auf verschiedenen Ebenen vorangetrieben.

Die Liturgie des Gottesdienstes gestalteten Oberkirchenrätin Ingrid Bachler und Oberkirchenrat Johannes Wittich, der als Gemeindepfarrer von Wien-Süd eng mit Gerti Rohrmoser zusammenarbeitet. Zu hören war der Gospelchor der Erlöserkirche Wien-Süd.

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ISSN 2222-2464