Frauen aus Kamerun im Mittelpunkt des diesjährigen Weltgebetstags

Wien (epd Ö) – Die Situation von Frauen in Kamerun steht im Mittelpunkt des Weltgebetstags am 5. März. Unter dem Motto „Alles, was Atem hat, lobe Gott“ haben Frauen aus dem westafrikanischen Staat die Gottesdienstordnung für die weltweiten Gebetstagstreffen erstellt. Monika Heitz, Vorstandsmitglied des Ökumenischen Nationalkomitees des Weltgebetstags der Frauen in Österreich, erklärt in einer Aussendung: „Anders als in früheren Jahren erwarten die Kamerunerinnen nicht von uns, dass wir uns mit ungewohnten Texten und fremdartigen Melodien abkämpfen. Sie machen zwar Vorschläge, laden uns aber gleichzeitig ein, Gott durch landesübliche Lieder, Instrumentalmusik und Tänze zu loben und zu preisen.“ Wichtig sei, so Heitz, „dass der ganze Gottesdienst ein einziges Gotteslob ist, denn die Menschen in Kamerun loben Gott in guten und gerade auch in schwierigen Zeiten und Lebenssituationen.“ Frauen werden in Kamerun immer wieder oft Opfer von Gewalt; Genitalverstümmelungen sind noch immer verbreitet. In Teilen des Landes werden Witwen bis heute vom Clan ihres verstorbenen Mannes verstoßen und verlieren dadurch ihre komplette Lebensgrundlage.

 

Der Weltgebetstag findet jeweils am ersten Freitag im März statt und ist jedes Jahr einem anderen Land gewidmet. Mit den Kollekten des Weltgebetstags werden Frauenprojekte in Entwicklungsländern und in Osteuropa unterstützt. In diesem Jahr sollen die bei den Gottesdiensten gesammelten Kollekten vorrangig nach Kamerun sowie als Wiederaufbauhilfe in das vom Erdbeben zerstörte Haiti fließen. Weltgebetstagsland im Jahr 2011 wird Chile sein. Nähere Informationen unter www.weltgebetstag.at/

ISSN 2222-2464