Flut: Ökumenischer Gedenkgottesdienst in Graz

Miklas: „In den Stunden höchster Not ist Gott besonders nahe“

Graz (epd Ö) – „Auch als Kirchen stehen wir in betroffenem Schweigen vor dem Unfassbaren. Wir maßen uns nicht an, auf die bohrenden Fragen nach dem Warum eine Antwort zu wissen.“ Das sagte Superintendent Mag. Hermann Miklas bei einem ökumenischen Gedenkgottesdienst für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien am 5. Jänner im Grazer Dom. Miklas verwies auf den Gott, der in Jesus Christus selbst Mensch geworden sei. „Er ist in den Stunden größter Not nicht ferne von uns Menschen, sondern er kommt uns gerade jetzt in besonderer Weise ganz, ganz nahe.“

Auch in einer Aussendung vom selben Tag betont Miklas: „Von Weihnachten kommend halten wir daran fest, dass wir an einen mit uns Menschen solidarischen Gott glauben, der uns gerade in Stunden größter Not besonders nahe ist und uns beisteht.“

In dem Gottesdienst im Grazer Dom, der von mehreren hundert Menschen besucht war, darunter Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic und andere Spitzenpolitiker, unterstrich Diözesanbischof DDr. Egon Kapellari: „Im Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Christus haben Millionen von Christen die Kraft gewonnen, ihr eigenes Kreuz ohne letzte Verzweiflung zu tragen und am Kreuz anderer Menschen mitzutragen.“

An dem Gottesdienst nahmen auch Vertreter und Vertreterinnen der Altkatholischen Kirche, der Evangelisch-methodistischen Kirche sowie der orthodoxen Kirchen teil. Um Einzelschicksale in der Katastrophe darzustellen, wurden Zeitungsberichte aus den vergangenen Tagen verlesen.

Benefizveranstaltung der Evangelischen Jugend Steiermark

Eine Benefizveranstaltung für die Flutopfer in Asien mit Musik, einer Andacht und Lesungen veranstaltet die Evangelische Jugend Steiermark am 16. Jänner um 18.00 Uhr in der Grazer Heilandskirche. Mitwirkende sind unter anderen Superintendent Miklas, Kantor Paul Hönicke und die Vorsitzende der Evangelischen Jugend Steiermark, Sabine Ornig.

ISSN 2222-2464