Flüchtlingsboote aus Salzburg in Wittenberg

Die Boote sollen als Installation an das Schicksal von Menschen auf der Flucht erinnern. (Foto: Martin Jehnichen)
Die Boote sollen als Installation an das Schicksal von Menschen auf der Flucht erinnern. (Foto: Martin Jehnichen)

Weltausstellung: Installation der FH Salzburg will zum Nachdenken anregen

Salzburg/Wittenberg (epdÖ) – Vor zwei Jahren hat der Verein Reformationsjubiläum 2017 einen Wettbewerb unter 21 Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgerufen. Gesucht wurden die besten Ideen für Installationen in den Torräumen der Weltausstellung Reformation.

Ein interdisziplinäres Team der Fachhochschule Salzburg konnte im Torraum „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ überzeugen: 30 Studierende haben fachübergreifend unter der Leitung von ProfessorInnen der FH Salzburg, Campus Kuchl, daran gearbeitet, das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen. Im Schwanenteich der Lutherstadt Wittenberg, nicht weit von der Wittenberger Schlosskirche, treiben nun zahlreiche geflochtene Boote auf engem Raum. Studierende der Fachhochschulen in Barcelona, Paris, Basel und Istanbul haben sie, zusammen mit Roma-Bettlern aus Salzburg, die das Flechthandwerk beherrschen, und mit mehr als zwanzig Flüchtlingen, teils mit illegalem Status, hergestellt.

Die so entstandenen Boote sollen als Installation an das Schicksal von Menschen auf der Flucht erinnern, die beim Überqueren des Mittelmeers ihr Leben verloren haben. Hauptstück der Installation ist ein 18 Tonnen schweres Flüchtlingsboot aus Metall, mit dem 140 Flüchtlinge aus Eritrea die Überfahrt nach Lampedusa schafften.

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ISSN 2222-2464