Finstergrün: Evangelische Jugend feiert 70 Jahre auf der Burg

Viele Besitzer kamen und gingen - seit 70 Jahren ist Burg Finstegrün Heimstätte der Evangelischen Jugend. Foto: Burg Finstergrün
Viele Besitzer kamen und gingen - seit 70 Jahren ist Burg Finstegrün Heimstätte der Evangelischen Jugend. Foto: Burg Finstergrün

Jubiläumsfest am 21. September

Ramingstein (epdÖ) – Oft haben die Burgherren gewechselt in der Geschichte der Burg Finstergrün – zum letzten Mal aber vor 70 Jahren. Seit 1949 führt die Evangelische Jugend Österreich (EJÖ) auf der Burg bei Ramingstein im Lungau Kinder- und Jugendfreizeiten durch. Ein Jubiläum, das nun gefeiert wird. Dazu lädt die EJÖ am Samstag, 21. September auf die Burg, deren Ursprünge im Hochmittelalter liegen. Es erwartet eine erzählerische und bildliche Rundumschau über sieben Jahrzehnte Jugendarbeit, ein Festakt und eine Andacht, Spaziergänge, gemütliches Beisammensein bei Speis und Trank und ein Festkonzert mit dem Besten aus 500 Jahren Protestsong-Geschichte. Die Festrede auf die Burg und ihre Bewohnerinnen und Bewohner hält Bischof Michael Chalupka.

Während die Anfänge der Burgherrenschaft der Evangelischen Jugend historisch gesichert ist, liegen der Ursprung der Burg selbst in der Schwebe. Um 1300 gibt es erste eindeutige urkundliche Belege, manche Quellen deuten auf ein Bestehen schon um 1338 hin. Ihren heutigen Namen erhielt Burg Finstergrün aber erst im 17. Jahrhundert. Nachdem die alte Burg im 19. Jahrhundert weitgehend zur Ruine verfallen war kaufte der ungarische Graf Sandor Szapary die Festung und ließ sie im neoromanischen Stil weitgehend neu errichten. Nach dem Ersten Weltkrieg fungierte die Burg als Nobelhotel, im Zweiten Weltkrieg als Lazarett und Erholungsheim für Jugendliche. 1949 pachtete das Evangelische Jugendwerk Finstergrün, ehe es sie schließlich 1972 kaufte.

Alle Informationen zur Burg und zum Fest auf www.burg-finstergruen.at

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ISSN 2222-2464