Festgottesdienst für Kärntner Olympiasieger Matthias Mayer

Mit einem ökumenischen Gottesdienst feierten die Menschen in der Kärntner Gemeinde Afritz am See am 22. Februar den österreichischen Olympiasieger Matthias Mayer. Foto: wikipedia/Christian Jansky
Mit einem ökumenischen Gottesdienst feierten die Menschen in der Kärntner Gemeinde Afritz am See am 22. Februar den österreichischen Olympiasieger Matthias Mayer. Foto: wikipedia/Christian Jansky

Pfarrer Guttner: „Ohne Segen kann das alles nicht gelingen“

Afritz am See (epdÖ) – Mit einem ökumenischen Gottesdienst feierten die Menschen in der Kärntner Gemeinde Afritz am See am 22. Februar den österreichischen Olympiasieger Matthias Mayer. Der Afritzer Mayer gewann bei den Olympischen Spielen in Sotschi in der Disziplin Abfahrt am 9. Februar die Goldmedaille.

Matthias Mayer wurde mit einem großen Empfang in der Gemeinde willkommen geheißen, der Mutter des Olympiasiegers sei es aber auch wichtig gewesen, einen Gottesdienst anlässlich des großen Erfolges zu feiern, erzählt Michael Guttner, Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde Feld am See und auch zuständig für Afritz. Guttner kennt Mayer und seine Familie bereits seit vielen Jahren. „Obwohl der Matthias katholisch ist, war er bei mir im Religionsunterricht. Außerdem ist er ein guter Freund meines Sohnes. Somit ist er seit Jugendtagen immer wieder auch bei uns zu Hause zu Gast gewesen.“

Beim gemeinsamen Gottesdienst mit dem römisch-katholischen Diözesanbischof Alois Schwarz und dem römisch-katholischen Pfarrer von Afritz Martin Njavro, stellte Pfarrer Guttner das Psalmwort: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat“ (Psalm 121) in den Vordergrund.

„Alles Sorgen, alles Bemühen hat sich gelohnt, die Ziele sind aufgegangen. Aus dem ‚kleinen Zwerg‘ Matthias, der hier in Afritz am See die Volksschule besucht hat, ist der große und nun weltbekannte Olympiasieger Matthias Mayer geworden. Da gehören Talent, Ausdauer, Können, Training, Glück und vieles, vieles mehr dazu. Und doch kann all das ohne den Segen Gottes nicht gelingen“, sagte Pfarrer Guttner in seiner Ansprache beim Gottesdienst. „Wir danken in dieser Stunde Gott für seine Begleitung, seinen Schutz und seine Hilfe. Im Vertrauen auf diese göttliche Hilfe von ganz oben wird Matthias Mayer seine weitere Karriere erfolgreich bestreiten.“

Im Anschluss an den Gottesdienst überreichte Pfarrer Guttner dem frischgebackenen Abfahrts-Olympiasieger eigene Segensurkunden, die von den Kindern der Volksschule von Afritz am See im Religionsunterricht mit selbstgemalten Bildern gestaltet wurden. Die Feier für Mayer sei ein riesiges Volksfest gewesen, so Guttner. Gleichzeitig habe es für den Sportstar aber auch Momente der Stille und der Einkehr gegeben.

Bereits während der Wettkämpfe in Sotschi war die ganze Gemeinde in Aufregung versetzt. Während der Siegerehrung läuteten die Kirchenglocken in ganz Afritz. Die Ergebnisse des wenige Tage später stattgefundenen Super-G wurden im evangelischen Gottesdienst bekanntgegeben. In dieser Disziplin hatte Mayer kein Glück, er schied im zweiten Durchgang aus.

„Der Matthias wäre auch gefeiert worden, wenn er nur Siebenter bei der Abfahrt geworden wäre, vielleicht in einem kleineren Rahmen. Und ich bin nach dem Gottesdienst gleich zum Super-G-Public Viewing in der Gemeinde gefahren. Denn als Kirche sind wir nicht nur in der Stunde des Erfolgs da, sondern auch, wenn es einmal schwierig ist“, betonte Pfarrer Guttner.

ISSN 2222-2464