Farbtupfer auf Amtskleidern

Synodenbeschluss ermöglicht Abwechslung beim liturgischen Erscheinungsbild

St. Pölten, 22. Oktober 2002 (epd Ö) Ein Beschluss der lutherischen Synode vom Montagnachmittag ermöglicht künftig Pfarrerinnen und Pfarrern, im liturgischen Erscheinungsbild Farbakzente zu setzen. Dabei gehe es, wie der Obmann des Ausschusses für Gottesdienst und Kirchenmusik, Superintendent Mag. Werner Horn, betonte, um das Bemühen, die Gottesdienste lebendig zu gestalten. Die bisher übliche Amtskleidung in der Evangelischen Kirche A.B. ist der schwarze Talar, der vor 180 Jahren eingeführt wurde. Nach einer fünfjährigen Erprobungsphase ist nun das Tragen anderer liturgische Gewänder wie weißer Talar, Albe mit oder ohne Stola und das Tragen der Stola zum schwarzen Talar möglich. Der niederösterreichische Superintendent, Mag. Paul Weiland, bezeichnete „das Tragen der Stola zum schwarzen Talar als Stilbruch“, wandte sich jedoch gegen eine Einschränkung der Farben der Stola nach den jeweils liturgischen Farben. Dank für die Möglichkeit, eine Stola zum schwarzen Talar zu tragen, sprach Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner aus. „Es ist notwendig, Zeichen zu setzen“, betonte Reiner. Bei Amtseinführungen etwa erlebe sie „oft einen langen schwarzen Zug ohne Farbtupfer“. Das Tragen anderer liturgischer Gewänder bedarf des Einvernehmens zwischen Pfarrer bzw. Pfarrerin und Presbyterium sowie einer Vorbereitung der Gemeinde.

ISSN 2222-2464