FAQ – Corona und Kirche

Muss ich einen Mund- und Nasenschutz tragen? Wie groß ist der Mindestabstand? Was macht der Begrüßungsdienst? Antworten auf die wichtigsten Fragen liefert diese Übersicht. Grafik: epdÖ
Muss ich einen Mund- und Nasenschutz tragen? Wie groß ist der Mindestabstand? Was macht der Begrüßungsdienst? Antworten auf die wichtigsten Fragen liefert diese Übersicht. Grafik: epdÖ

Fragen und Antworten zur Durchführung von Gottesdiensten – „So schützen wir uns“ – Plakat zum Download


Ab dem 15. Mai sind öffentliche Gottesdienste unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. Hier finden Sie Antworten zu häufigen Fragen, die das Kirchenamt dazu erreicht haben. Ausführliche Informationen dazu enthalten auch die „Empfehlungen für Gottesdienste ab dem 15. Mai 2020 der Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik“, die am 30. April allen Pfarrgemeinden übermittelt wurden. Darüber hinaus finden Sie im Folgenden auch Informationen etwa zur Abhaltung von Sitzungen, Kreisen, Konfirmandenunterricht und Veranstaltungen, sowie zu urheberrechtlichen Fragen beim Streamen von Gottesdiensten via Internet und zur Gestaltung des Bürobetriebes.

„COVID-19: So schützen wir uns“Plakat zum Download

Alle aufklappen

Welche Voraussetzungen gelten für Gottesdienste in geschlossenen Räumen?
  • Ein Mindestabstand von 1m zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben
  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Gottesdienstbesucher
  • Es ist nicht mehr staatlich verordnet, dass pro Person 10m² zur Verfügung stehen müssen. Die Bundesregierung empfiehlt aber dringend diese mit den Religionsgemeinschaften akkordierte Beschränkung weiterhin (zumindest während der nächsten 2 Wochen) freiwillig einzuhalten.
  • Ein „Ordnerdienst“ ist zwar nicht ausdrücklich vorgeschrieben, die Gemeinden sind aber verpflichtet durch „geeignete Maßnahmen“ die Einhaltung der obigen Vorgaben sicherzustellen. Ein den örtlichen Gegebenheiten angepasster Begrüßungsdienst wird daher seitens der Kirchenleitung empfohlen.
Welche Voraussetzungen gelten für Gottesdienste im Freien?
  • Ein Mindestabstand von 1m zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Die Gemeinden haben durch geeignete Schutzmaßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass das Infektionsrisiko minimiert wird.
  • Ein „Ordnerdienst“ ist zwar nicht ausdrücklich vorgeschrieben, die Gemeinden sind aber verpflichtet durch „geeignete Maßnahmen“ die Einhaltung der obigen Vorgaben sicherzustellen. Ein den örtlichen Gegebenheiten angepasster Begrüßungsdienst wird daher seitens der Kirchenleitung empfohlen.

Darüber hinaus wird empfohlen:

  • Der Gottesdienst ist in Art und Umfang gemeindeüblich (begrenzte Teilnehmerzahl, keine besonderen Festgottesdienste)
  • Desinfektionsmittel wird zur Verfügung gestellt
  • Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes
Was sind „geeignete Schutzmaßnahmen“ die von den Gemeinden zu treffen sind?
Die konkreten Maßnahmen hängen von den örtlichen Gegebenheiten ab. Hinweisschilder, Markierungen, größere Abstände, feiern in mehreren kleineren Gruppen, Plexiglasscheiben, Möglichkeiten zum Händewasche usw. können derartige Maßnahmen sein. Die in der letzten Antwort genannten, von der Regierung empfohlenen Maßnahmen die über den verordneten, rechtlichen Mindeststandard hinausgehen, stellen ebenfalls solche Schutzmaßnahmen dar.
Wie sollen wir den Mindestabstand von 1 Meter einhalten?
Zunächst gilt: Vermeiden Sie Warteschlangen. Die Wahrung des Abstands beim Betreten, bei Stiegen, Emporenaufgängen und beim Verlassen der Kirche sowie beim Aufsuchen der Plätze muss sichergestellt werden.

Es gilt, einen Mindestabstand von 1 Metern zwischen den Personen einzuhalten. Dies gilt auch, wenn kein Gottesdienst gefeiert wird, der Kirchenraum aber für Besuch offensteht.

Sie können Kirchenbänke entsprechend markieren oder die Bestuhlung auseinanderschieben. Wenn die Feiernden ideal verteilt versetzt sitzen (Markierungen) kann man eventuell weniger Reihen auslassen.

Benötigt man einen Mund- und Nasenschutz?
Grundsätzlich Ja in geschlossenen Räumen. Dort müssen alle Besucher und Besucherinnen (außer Kinder bis zum 6. Lebensjahr und jene, denen das Tragen aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden kann) während des gesamten Aufenthaltes einen Mund- und Nasenschutz tragen.

Bei Gottesdiensten und Veranstaltungen im Freien wird das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes empfohlen, ist jedoch nicht rechtlich verpflichtend.

Für welche Besucher und Besucherinnen gilt die Maskenpflicht nicht?
Nach Auskunft des Sozialministeriums gilt die Pflicht zum Tragen eines MNS nicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr und für Personen, denen aus gesundheitlichen Gründen das Tragen eines MNS nicht zugemutet werden kann (z.B. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, mit Angststörungen, mit fortgeschrittener Demenz oder mit schwerer intellektueller Behinderung, Kinder mit Asthma, ADHS).

Die Unzumutbarkeit kann durch ein ärztliches Attest nachgewiesen oder bei Kontrolle glaubhaft gemacht werden. Das bedeutet, ein ärztliches Attest ist nicht verpflichtend. Sollten Sie von einem Gemeindemitglied ohnehin über entsprechende Beeinträchtigungen Bescheid wissen, müssen Sie kein Attest verlangen.

Beachten Sie, dass diese Personen jedoch möglicherweise einer Risikogruppe zuzuordnen sind und achten Sie auf besonderen Schutz!

Müssen auch der Pfarrer oder die Pfarrerin bzw. andere liturgisch handelnde Personen einen Mund-Nasenschutz tragen?
Liturgisch handelnde Personen müssen ausreichend Abstand zu den anderen Personen halten, sie dürfen den Mund- und Nasenschutz ablegen. Dies gilt auch für einen Besucher oder eine Besucherin, der bzw. die eine Lesung hält.
Welche Strafen können drohen?
Für die Pfarrgemeinde gilt die Covid-19 Verordnung (Der Kirchenraum zählt analog als Betriebsstätte):

§ 3. (2)
[…] Wer als Inhaber einer Betriebsstätte nicht dafür Sorge trägt, dass die Betriebsstätte höchstens von der in der Verordnung genannten Zahl an Personen betreten wird, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist mit einer Geldstrafe von bis zu 3 600 Euro zu bestrafen.

Für Personen, die sich nicht an den Abstand halten gilt:
§ 40 c Epidemiegesetz 1950
Wer durch Handlungen oder Unterlassungen den Geboten oder Verboten, die in den auf Grund dieses Bundesgesetzes erlassenen Verordnungen enthalten sind, zuwiderhandelt macht sich, sofern die Tat nicht mit gerichtlicher Strafe bedroht ist, einer Verwaltungsübertretung schuldig und ist mit Geldstrafe bis zu 1 450 Euro, im Nichteinbringungsfall mit Freiheitsstrafe bis zu vier Wochen zu bestrafen.

Wofür benötigt man einen Begrüßungsdienst?
Ein „Ordnungsdienst“ ist zwar rechtlich nicht ausdrücklich vorgeschrieben, die Gemeinden sind aber verpflichtet durch „geeignete Maßnahmen“ die Einhaltung der Hygienebestimmungen sicherzustellen. Dafür empfiehlt die Kirchenleitung, einen den örtlichen Gegebenheiten angepassten Begrüßungsdienst zu organisieren. Dieser Dienst sollte nicht von Personen, die einer Risikogruppe angehören, ausgeübt werden!

Der Begrüßungsdienst heißt die Besucher willkommen und kontrolliert die Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Gegebenenfalls werden den Besuchern und Besucherinnen auch die Maßnahmen erklärt. Sollte sich jemand nicht an die Regeln halten, sollte der Begrüßungsdienst diese Personen darauf hinweisen. Bei weiterem Zuwiderhandeln müsste die Person der Kirche verwiesen werden.

Wir halten uns an die 10m²/Person, wie viel Platz benötigt eine Familie?
Personen, die im selben Haushalt wohnen, müssen keinen Mindestabstand halten.

Wenn Sie der dringenden Empfehlung folgen möchten, dass pro Person 10m² zur Verfügung stehen soll, konsumiert jede Person 10m². Das bedeutet, eine Familie mit vier Personen braucht 40m², unabhängig davon, dass sie keinen Sicherheitsabstand einhalten müssen.

Wir halten uns an die 10m²/Person, zählen auch die am Gottesdienst Mitwirkenden dazu?
Wenn die dringende Empfehlung von 10m² pro Person eingehalten werden soll, müssen dennoch Pfarrer oder Pfarrerin und andere Mitwirkende wie z.B. der Organist nicht mitgezählt werden. Sie müssen aber in einem ausreichenden Abstand getrennt zu den Feiernden sitzen. Feiernde, die als Besucher kommen und kurz eine Lesung halten oder die Kollekte ansagen, ansonsten jedoch bei den anderen Besuchern im Kirchenraum sitzen, sind mitzuzählen.
Wir halten uns an die 10m²/Person, wie berechnet man wie viele Personen einen Gottesdienst maximal besuchen dürfen?
Es gelten die für Gottesdienstbesucher zur Verfügung stehenden und frei zugänglichen Flächen („Kundebereiche“):

  • Mittelgang, freier Bereich vor dem Altar usw. können mitgezählt werden
  • Sakristei, Abstellraum, sonstige Nebenräume sind nicht mitzuzählen
  • Ein abgetrennter Eingangsbereich, z.B. mit einer Flügeltüre dazwischen, ist nicht mitzuzählen
  • Emporen, die schon immer für Gottesdienstbesucher zur Verfügung standen, können einberechnet werden
  • Nicht allgemein zugängliche Teile des Kirchenraumes, wie z.B. eine den Mitwirkenden vorbehaltene Orgelempore, dürfen nicht hinzugenommen werden

Im Zweifelsfall legen Sie die Vorgaben bitte streng aus, runden Sie z.B. nicht auf.

Welche weiteren Hygienemaßnahmen empfiehlt die Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik?
  • Im Eingangsbereich der Kirche werden Desinfektionsmittel bereitgestellt; Waschbecken – wo möglich – zugänglich machen; Türgriffe/Handläufe sind vor dem Gottesdienst zu desinfizieren.
  • Ein- und Ausgangstüren werden vor und nach sowie während des Gottesdienstes offengehalten. Türgriffe sollen so wenig wie möglich berührt werden, um die ständige Desinfektion der Griffe zu vermeiden.
  • Hinweisschilder mit Erläuterung der Pandemie-Maßnahmen sind anzubringen.
  • Auf Körperkontakt wird verzichtet (kein Friedensgruß per Handschlag, keine Handauflegung zum Segen, keine Begrüßung oder Verabschiedung mit Handkontakt oder Umarmen etc.).
  • Die Kollekte wird kontaktlos gesammelt.
  • Minimierung des gemeinsamen Singens sowie keine Chöre oder Blasinstrumente
  • Unterlassung von Abendmahlfeiern
  • Reduktion der Gottesdienstdauer
  • Bei Taufen sowie Dank- und Segnungsgottesdiensten müssen die Hände vor einer körperlichen Berührung desinfiziert werden.
  • Sollten mehrere Gottesdienste hintereinander gefeiert werden, müssen Gottesdienstraum und Sanitäranlagen sowie alle Gegenstände und Türschnallen, mit denen die Feiernden in Berührung gekommen sind, desinfiziert werden und der Raum ausreichend durchgelüftet werden.
Wer entscheidet, ob und wie die Gottesdienste in der nächsten Zeit abgehalten werden?
Es bleibt in der Verantwortung jeder Gemeinde, zu entscheiden bzw. darauf zu achten, ob und wie unter Berücksichtigung aller notwendigen Maßnahmen der Gottesdienst als Feier erlebt werden kann. Daher entscheidet das Presbyterium mit Beschluss.
Was soll ich als Gottesdienstbesucher beachten?
Für die Teilnahme an Gottesdiensten gelten die gleichen Verhaltensregeln und Empfehlungen wie für „Kundenbereiche“ beim Einkaufen oder für öffentliche Gebäude. Tragen Sie daher einen Mund- und Nasenschutz und halten Sie Abstand.
Die allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus (COVID-19) laut Gesundheitsministerium sind:

  • Waschen Sie Ihre Hände häufig!
    Reinigen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit einer Seife oder einem Desinfektionsmittel.
  • Halten Sie Distanz!
    Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter zwischen sich und allen anderen Personen ein, die husten oder niesen.
  • Berühren Sie nicht Augen, Nase und Mund!
    Hände können Viren aufnehmen und das Virus im Gesicht übertragen!
  • Achten Sie auf Atemhygiene!
    Halten Sie beim Husten oder Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen oder einem Taschentuch bedeckt und entsorgen Sie dieses sofort.
  • Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450.

Beachten Sie auch die Empfehlungen des Gesundheitsministeriums unter: www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Haeufig-gestellte-Fragen.html

Alle aufklappen

Gottesdienste im Internet:

Wo finde ich das Evangelische Gesangsbuch online?
Sie finden viele Lieder unter www.liederdatenbank.de/songbook/8984. Beachten Sie, dass nicht alle Lieder hier veröffentlicht sind, da urheberrechtlich geschützte Lieder nicht angezeigt werden. Gegebenenfalls sollten Sie die Verfügbarkeit vor Ihrem Gottesdienst prüfen. Die Nummerierung stimmt mit dem Evangelischen Gesangsbuch in der Ausgabe der Evangelischen Kirche in Österreich aus dem Jahr 2000 überein.
Darf meine Pfarrgemeinde weiterhin die Gottesdienste streamen?
Selbstverständlich dürfen Sie Ihre Gottesdienste und Feiern wie in den vergangenen Wochen auch virtuell abhalten! Sie müssen jedoch weiterhin das Urheberrecht beachten.
Was ist urheberrechtlich geschützt?
Die Rechte des Schöpfers oder Urhebers am eigenen Werk (eigene Leistung!) entstehen mit der Schaffung des Werks. Dies gilt für geistige Leistungen aller Art, wie eben auch Literatur, Musik, Musiktexte, Fotos, Filme, etc. Dieses Recht besteht grundsätzlich für 70 Jahre ab der Schöpfung.
Welche Werke darf ich verwenden?
Urheberrechtlich unbedenklich sind grundsätzlich freie Werke, d.h. älter als 70 Jahre. Diese Lieder dürfen Sie jedenfalls singen und die Texte zum Download bereitstellen.
Urheberrechtlich geschütztes Liedgut dürfen Sie in derselben Art verwenden, wie im Gottesdienst. Sie dürfen auch geschütztes Material singen und die Texte einblenden, als würden Sie einen Beamer / PowerPoint verwenden.
Achtung: Möchten Sie den Mitschnitt mit eingeblendetem Text auf YouTube veröffentlichen, sollten Sie die Texte ausblenden.
Darf ich die Texte auf meiner Homepage zum Mitsingen bereitstellen?
Ja, das dürfen Sie, jedoch nur für 72 Stunden.
Darf ich meine Gottesdienste auf YouTube stellen, auch wenn etwas gesungen wurde?
Ja, das dürfen Sie. YouTube hat selbst einen Vertrag mit der Verwertungsgesellschaft AKM und führt die entsprechenden Abgaben pauschal ab. Dies gilt jedoch nur für die Plattformen YouTube, SoundCloud und Twitch. Für andere Kanäle müssen Sie ggf. Lizenzen bei der AKM bezahlen.
Darf ich eigenes Material (eigene Aufnahmen der Feierlichkeiten) ins Internet stellen?
Sie dürfen selbstverständlich nur Videos von jenen Personen ins Internet stellen, die zugestimmt haben. D.h. Mitschnitte von Veranstaltungen mit Mitgliedern, die eigentlich nur für die Archivierung angefertigt wurden, sollten Sie nicht ohne die Zustimmung der Aufgenommenen veröffentlichen.
Gibt es noch andere Urheberrechte, die ich beachten muss?
Ja. Auch aufgehängte Kunstwerke (Fotografien, Glasfenster, Skulpturen) könnten urheberrechtlich geschützt sein. Daher könnte eine Aufnahme und die Veröffentlichung im Internet möglicherweise einen Verstoß gegen das Urheberrecht darstellen. Bemühen Sie sich gegebenenfalls um die Zustimmung der Künstlerin oder des Künstlers.
Darf ich auf meiner Webseite in einem Blog oder Artikel ein YouTube-Video verlinken?
Ja. Der EUGH hat sich 2014 mit diesem Thema beschäftigt und entschieden, dass die Einbettung von Videos grundsätzlich zulässig ist und keine Urheberrechtsverletzung darstellt, so lange man auf die Plattform YouTube geleitet wird (also keine neue Technologien einsetzt). Dies gilt natürlich nur für legale Aufnahmen. Es geht bei YouTube darum: Wer erhält die „Likes“ für das Video – Sie für den Gottesdienst, aber der Künstler oder die Künstlerin möchten die „Likes“ für IHR eigenes Video.
Darf ich fremde YouTube-Videos im Gottesdienst vorführen und diesen Gottesdienst im Internet streamen (oder ebenfalls auf YouTube stellen)?
Nach besagtem EuGH Urteil (s.o.) ist auch hier die Rechtslage relativ klar: Man darf Videos privat vorführen, aber nicht selbst weiterveröffentlichen.

Sie können Folgendes tun:

  • 1. Die Einwilligung der Ersteller der YouTube-Videos einholen. Gibt es vielleicht Lieder, die von bekannten evangelischen anderen Pfarrgemeinden gesungen wurden? Dort könnte man sicher rasch eine Einwilligung holen!
  • 2. Die Videos könnten dann eingebettet auf Ihrer Webseite zur Verfügung gestellt werden und auf YouTube verlinken. Es geht natürlich wieder um die „Likes“.
  • 3. Sie können einen Gottesdienst aufzeichnen und vor dem Hochladen die YouTube-Videos von anderen ausblenden.
YouTube: Wieso bekomme ich eine Anfrage zur Content-ID?
Viele Pfarrgemeinden, die Gottesdienste und Andachten auf YouTube veröffentlicht haben, sind mit sogenannten „Content-ID“-Anfragen konfrontiert. Sie stammen von diversen Firmen, die behaupten, ein Urheberrecht an Liedern wahrnehmen zu dürfen. (Auch bei Liedern, die garantiert keinem Schutz mehr unterliegen!) Diese Aufforderung bedeutet grundsätzlich nicht, dass Sie eine Urheberrechtsverletzung begangen haben! Die AKM als zuständige Verwertungsgesellschaft hat einen Rahmenvertrag mit YouTube, weshalb auch die Veröffentlichung von geschütztem Material zulässig ist. Dennoch wird YouTube von virtuellen Suchmaschinen „durchkämmt“. Viele Informationen finden Sie hier: support.google.com/youtube/answer/6013276. Lassen Sie sich nicht verunsichern, da keine Konsequenzen drohen! Sollten Sie dennoch Sorgen haben oder Ihr Video gesperrt werden, können Sie uns gerne unter qfo@rinat.ng kontaktieren.

Alle aufklappen

Gemeindeleben:

Dürfen Sitzungen von Gemeindevertretungen, Presbyterien und anderen kirchlichen Gremien wieder stattfinden?
Sitzungen kirchlicher Organe sind ab. 18.5.2020 unter Einhaltung der staatlichen Vorschriften wieder möglich. Es gelten derzeit folgende Vorgaben:

  • Abstand von 1m zwischen Personen die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben
  • Mund- Nasenschutz wird getragen

Diese staatliche Regelung gilt nur für Organe von Körperschaften öffentlichen Rechts, das sind auf Gemeindeebene ausschließlich Gemeindevertretung und Presbyterium und die Vertretungsorgane von Gemeindeverbänden mit eigener Rechtspersönlichkeit! Für andere Treffen, Kreise und Veranstaltungen beachten Sie die folgenden Fragen.

Dürfen wir weiterhin Umlaufbeschlüsse und Videokonferenzen abhalten?
Umlaufbeschlüsse und Videokonferenzen sind unter den dafür vorgesehenen Voraussetzungen weiterhin möglich, da aufgrund der derzeitigen Corona-Situation nach wie vor ein begründeter Ausnahmefall vorliegt.
Welche Plattform soll man für Videokonferenzen verwenden?
Es gibt keine klare Empfehlung, da es viele Betreiber gibt, die datenschutzrechtlich konform sind. Wählen Sie eine Plattform, die möglichst einfach zu bedienen ist.

Beachten Sie, dass Sie eventuell eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung (ADV) mit dem Plattformbetreiber abschließen müssen. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Datenschutzbeauftragten oder die Datenschutzbeauftragte der Evangelischen Kirche unter QFO@rinat.ng, falls Sie Hilfe benötigen.

Was benötigt man zur Durchführung einer Videokonferenz?
Sie benötigen Internet (LAN oder WLAN) und ein internetfähiges Gerät, z.B. Smartphone, PC, Tablet, Laptop. Ein Headset ist empfehlenswert, aber nicht notwendig, da die meisten Geräte über eine eingebaute Kamera und Mikrophon verfügen.

Achten Sie auf eine helle, ruhige Umgebung, dann sieht und hört man Sie am besten!

Sind Bibelabende, Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen wieder möglich?
Ja. Es gelten aber für Veranstaltungen, die der Religionsausübung dienen und für sonstige Veranstaltungen weiterhin Beschränkungen.
Welche Beschränkungen gelten für Bibelkreise und sonstige Veranstaltungen zur Religionsausübung?
Es gelten die gleichen Vorgaben wie für Gottesdienste. In geschlossenen Räumen ist ein Mund-Nasenschutz zu tragen und 1m Abstand einzuhalten. Darüber hinaus werden die gleichen Maßnahmen wie bei Gottesdiensten empfohlen, z.B. 10m² pro Person, Desinfektionsmittel usw.
Welche Beschränkungen gelten für Fremdveranstaltungen und Veranstaltungen ohne religiöse Bezüge?
Hier gelten die Ausnahmen für Gottesdienste und Veranstaltungen zur Religionsausübung nicht. Veranstaltungen mit über 10 Personen sind weiterhin verboten. Veranstaltungen bis zu 10 Personen sind erlaubt, wobei ein Abstand von mindestens einem Meter, in geschlossenen Räumen zusätzlich das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes und pro Person eine Fläche von 10m² vorgeschrieben sind.
Darf es wieder Kindergottesdienste, Konfirmandenunterricht und sonstige Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche geben?
Ja, jedoch müssen bei derartigen Veranstaltungen wie Jugendkreisen, Kindergottesdienst oder Konfirmandenunterricht zusätzlich zu den sonstigen Vorgaben 10m² pro Person zur Verfügung stehen.
Gelten für Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen dieselben Regeln wie in der Schule oder im Kindergarten?
Nein, für außerschulische „Jugenderziehung und Jugendarbeit“ wurden von der Regierung spezielle Regelungen erlassen. Die Bestimmungen für die Schule dürfen nicht analog angewandt werden.

Alle aufklappen

Bürobetrieb:

Darf die Pfarrkanzlei wieder aufsperren?
Ja, unter den Voraussetzungen, die laut Lockerungsverordnung für „Kundenbereiche“ gelten und wie sie aus dem Handel bekannt sind. Das bedeutet: 1m Abstand, Mund- und Nasenschutz für Besucher und Mitarbeitende und es dürfen sich maximal so viele Besucher gleichzeitig in den für sie zugänglichen Bereichen (Kundenbereich) aufhalten, dass pro Besucher 10 m² zur Verfügung stehen.
Müssen die Mitarbeitenden in den Pfarrkanzleien den ganzen Tag Masken tragen?
Nein, Masken müssen nur getragen werden, wenn es Kundenkontakt gibt. Außerdem kann auch dann das Tragen von Masken durch „eine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet“ ersetzt werden. Z.B. gibt es günstige Plexiglaslösungen.
Dürfen mehrere Personen in einem Büro arbeiten, müssen sie dann Masken tragen?
Es ist grundsätzlich nicht verboten, dass mehrere Personen in einem Raum arbeiten. Der Dienstgeber ist aber verpflichtet alle zumutbaren Maßnahmen zu ergreifen, um seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor einer Ansteckung zu schützen. Wo es nicht möglich ist räumliche Distanz zu schaffen oder einen „Schichtbetrieb“ einzuführen, sollte daher andere geeignete Schutzmaßnahmen wie Plexiglasscheiben vorgesehen werden. Masken können, müssen aber nicht getragen werden, außer es gibt Kundenkontakt.

Alle aufklappen

Schlagworte: |

ISSN 2222-2464