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Fachinspektorin Ebmer: „Sind auf die Gemeinde mit ihren vielfältigen Begabungen angewiesen“

Schlussgottesdienst der Synodentagungen in Villach

Villach (epd Ö) – „Das Auseinanderdividieren von Körper und Geist führt uns weg von Gott und immer weiter weg von seinem Reich.“ Das sagte die reformierte Theologin Mag. Gisela Ebmer in ihrer Predigt im Gottesdienst am Sonntag, 16. November, in der Kirche im Stadtpark in Villach. In dem Gottesdienst, der zugleich Schlussgottesdienst der in Villach seit 13. November tagenden Synode A.B. und der Generalsynode war, sagte die Fachinspektorin für den Religionsunterricht an Höheren Schulen in Wien in Anspielung auf ein Wort des Apostels Paulus: „Wir wollen bekleidet werden mit einem Mantel, der unseren Körper und unsere Seele schützt und uns Mut macht, im Sinne Gottes zu leben. Damit wir uns spüren statt uns zu verleugnen, andere spüren statt sie zu übersehen.“

Ebmer, die Mitglied der Synode H.B. und der Generalsynode ist, erklärte, mit Leib habe Paulus auch oft die Gemeinde bezeichnet, und unterstrich: „Wir sind auf diese Gemeinde mit ihren vielfältigen Begabungen angewiesen. Eine Trennung innerhalb dieses Leibes, jede Art von Ausgrenzung, nur weil jemand anders denkt, anders ausschaut, eine andere Sprache spricht, eine andere Religion hat, ist für Paulus eine Zerstörung des Leibes.“ Die Religionspädagogin betonte: „Der Leib ist Teil unserer Ganzheit, und wir haben den Geist erhalten, den wir als Mantel darüber tragen. Als Mantel der Wertschätzung der gesamten Schöpfung Gottes. Das ist das Kleid, das wir Christen tragen.“

Ebmer forderte die ZuhörerInnen auf: „Lebe als ein Mensch, der ein Herz und eine Seele ist, dann brauchst du keine Angst haben vor Gottes Richtstuhl. Denn deine Taten, die dort verhandelt werden, tust du immer mit deinem Körper. Und wenn Körper und Seele einander entsprechen, dann sind es gute Taten.“

In dem Gottesdienst, dessen Liturgie Pfarrer Mag. Jürgen Öllinger gestaltete, begrüßte der Kurator der Pfarrgemeinde, Dr. Eberhard Kohlmayr, die Mitglieder der Synode und dankte für ihr „Ausharren“ während der langen Verhandlungen. Die Orgel spielte Ulrike Themeßl.

ISSN 2222-2464