Evangelische Schule am Karlsplatz zur Schutzzone

„Kinder haben Recht auf Schutz“

Wien (epd Ö) – „Dankbar und froh“ äußerte sich Direktor Franz Jäger von der Kooperativen Mittelschule/Hauptschule im Gebäude der Evangelischen Schulen am Karlsplatz zur Einrichtung der ersten „Schutzzone“ Österreichs im Bereich seiner Schule am Wiener Resslpark. In einem Gespräch mit epd Ö betonte der Pädagoge, bei der in jahrelangen Gesprächen seiner Schule mit Magistrat und Polizei der Stadt Wien erarbeiteten Lösung gehe es nicht nach dem „Florianiprinzip“ um eine „Vertreibung“ der Drogenszene vom Karlsplatz an einen anderen Punkt in Wien. Vielmehr gehe es um das Recht der Kinder auf Schutz auf dem Weg von der U-Bahnstation Karlsplatz zum Schulgebäude, auf dem sie immer wieder von Drogenhändlern angesprochen werden. Zudem enthebe die neue Regelung die Schule nicht von der Aufgabe, im Unterricht präventiv gegen den Drogenkonsum zu wirken.

Die Schutzzone, die durch eine Gesetzesnovelle mit Jahresbeginn ermöglich wurde und am 14. Februar in Kraft tritt, ist ein imaginärer Ring um die Schule, in dem auffällige Personen von der Polizei kontrolliert werden. Ein Feedback zu den Auswirkungen der Schutzzone um die Schulen am Karlsplatz ist mit Innenministerin Liese Prokop für den Mai dieses Jahres vereinbart, sagte Jäger.

ISSN 2222-2464