Evangelische Kirche: Hilfe für Palästina

Kollektenaufruf an alle evangelisch-lutherischen Gemeinden

Wien, 5. April 2002 (epd Ö) Zur Hilfe für die Menschen in Palästina hat der Evangelische Oberkirchenrat A.B. aufgerufen. In einem Brief, der am kommenden Sonntag in allen Gottesdiensten der evangelisch-lutherischen Kirche verlesen werden soll, ersucht die Kirchenleitung um Spenden für Medikamente, die sobald als möglich in den betroffenen Gebieten verteilt werden sollen.

Der Kollektenaufruf hat folgenden Wortlaut:

„In den letzten Wochen und Monaten sind immer wieder verzweifelte Hilferufe aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Betlehem und Beit Jala ertönt. Auf Selbstmordattentate in Israel und in den besetzten Gebieten folgten massive Vergeltungsschläge der israelischen Armee. Von diesen Einsätzen sind auch zwei Evangelisch-lutherische Einrichtungen betroffen: das internationale Begegnungszentrum Dar-al-kalima in Betlehem und die Schule Talitha kumi in Beit Jala.

Die betroffenen evangelischen Gemeinden setzen sich seit Jahren für eine friedliche Konfliktlösung ein und bemühen sich, schon die Kinder zu Verständnis und Toleranz zu erziehen. Christliche Kinder leben dort gemeinsam mit Muslimen, besonders wertvoll sind Projekte mit Israelischen Schulen. Es wäre tragisch, würde diese wichtige Arbeit für eine friedliche Koexistenz zwischen den Völkern nicht mehr weitergeführt werden können.

Derzeit sind die Städte isoliert, es fehlt das Nötigste, vor allem Lebensmittel und Medikamente.

Helfen Sie den Menschen, die in dieser dramatischen Situation ums Überleben kämpfen und auch auf unsere Hilfe angewiesen sind. Ihre Kollekte wird für dringend benötigte Medikamente verwendet werden.“

Der Evangelische Oberkirchenrat ersucht um rasche Überweisung der Kollekten bzw. weiterer Spenden an PSK 23 13 300 Diakonie Österreich Auslandshilfe.

ISSN 2222-2464