Evangelische Kirche forciert diakonisches Engagement

Einstimmig verabschiedete die Generalsynode Konkretionen und Empfehlungen zum Thema Diakonie. Foto: epd/Uschmann
Einstimmig verabschiedete die Generalsynode Konkretionen und Empfehlungen zum Thema Diakonie. Foto: epd/Uschmann

Positive Bilanz des Diakoniejahrs 2013 – Generalsynode verabschiedet „Konkretionen und Empfehlungen“

Wien (epdÖ) Die Evangelische Kirche will ihr diakonisches Engagement verstärken. Am Samstag bekräftigte die Generalsynode in Wien das Positionspapier „Diakonie – Standortbestimmung und Herausforderung“ aus dem Jahr 1997, zusätzlich verabschiedeten die rund 70 Delegierten aus ganz Österreich einstimmig aktuelle „Konkretionen und Empfehlungen“.

Die Barrierefreiheit von Kirchen, Gemeinderäumen und Kommunikationsmittel soll weiter ausgebaut werden, ebenso soll die diakonische Arbeit in den Pfarrgemeinden, die Zusammenarbeit mit anderen sozialen Einrichtungen und die Ausbildung der MitarbeiterInnen auch im Rahmen des Visitationsamtes der Superintendenten bzw. des Landessuperintendenten H.B. wahrgenommen werden. Auf allen Ebenen, so die Generalsynode, sollen Diakoniebeauftragte genannt werden, auch in Mitarbeitergesprächen sollen diakonische Inhalte berücksichtigt werden.

Nach dem Erfolg der landesweiten Diakonie-Gottesdienste im Diakoniejahr 2013 empfiehlt die Generalsynode den evangelischen Pfarrgemeinden, nun jährlich einen Diakonie-Gottesdienst zu feiern. Den Oberkirchenrat ersucht die Generalsynode, Ausbildungsmöglichkeiten im diakonischen Bereich zu unterstützen: In evangelischen Schulen soll verstärkt auf die Vermittlung von diakonischen Kompetenzen Wert gelegt werden. Ebenso wird die Evangelisch-theologische Fakultät gebeten, der Diakoniewissenschaft „angemessenen Raum“ zu geben. Generell ist der Generalsynode wichtig, dass in den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen der freiwillige diakonische Dienst wahrgenommen, gewürdigt und gefördert wird. Jugendliche sollen dabei über die Möglichkeiten des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ informiert werden. Weiterarbeiten will die Generalsynode an Möglichkeiten, „dass die ehrenamtliche diakonische Arbeit in Kirche und Gesellschaft im Hinblick auf Arbeits-, Sozial- und Ausbildungsrecht bei den politischen Einrichtungen angemessen berücksichtigt werden kann“.

Vor der Synode zogen der verantwortliche Oberkirchenrat Karl Schiefermair, Superintendent Hansjörg Lein als Vorsitzender des synodalen Ausschusses für Diakonie und soziale Fragen sowie Diakoniedirektor Michael Chalupka eine überaus positive Bilanz des Diakoniejahrs 2013. Anhand von Best-Practice-Modellen konnte diakonisches Handeln ins Zentrum gerückt werden. Auch die Öffnung der diakonischen Aktivitäten in den Pfarrgemeinden hin zum Gemein- und Zivilwesen sehen die Verantwortlichen als wichtiges Ergebnis des Diakoniejahrs.

(Die aktuellen „Konkretionen und Empfehlungen“ sowie das Positionspapier zum Thema Diakonie aus dem Jahr 1997 finden Sie hier.)

ISSN 2222-2464