Evangelische Gemeinden Loipersbach und Agendorf unterzeichneten Partnerschaftsvertrag

Koch: Über Grenzen und Jahrzehnte miteinander verbunden geblieben

Loipersbach (epd Ö) – „Die Menschen hier sind über alle Grenzen und Jahrzehnte miteinander verbunden geblieben“, sagte der burgenländische Superintendent Mag. Manfred Koch anlässlich der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages der Pfarrgemeinden Loipersbach und Àgfalva/Agendorf (Ungarn) am vergangenen Samstag in Loipersbach. Er sei „stolz darauf“, das nun auch schriftlich bestätigen zu können. Koch, selber Burgenländer, erinnerte in seiner Ansprache daran, wie lange es früher gedauert habe, wenn man über die Grenze nach Ungarn wollte. „Niemand hat damals absehen können, dass die Muttergemeinde Agendorf und die Tochtergemeinde Loipersbach wieder auf diese Weise zusammenwachsen können.“ Es gebe bereits eine gute Zusammenarbeit zwischen den Pfarrgemeinden, „wie etwa die Friedensgebete oder gemeinsame Feste zeigen“, sagte der evangelische Pfarrer aus Agendorf, Balázs Sághy.

 

Der Loipersbacher Pfarrer Mag. Jakob Kruse betonte in einem Gespräch mit epdÖ, dass mit dem unterzeichneten Vertrag „eine Grundlage bestehe, um die gemeinsame Beziehung weiter zu gestalten“. Im Grunde sei „gar nichts Neues“ festgeschrieben worden: „Das, was der Vertrag enthält, also etwa Kanzeltausch oder besondere gemeinsame Gottesdienste, machen wir sowieso schon. Jetzt aber haben wir etwas Verbindliches und als Partner eine gemeinsame Verantwortung.“

 

Agendorf ist die ehemalige Muttergemeinde von Loipersbach. Durch die Partnerschaft knüpfen beide Pfarrgemeinden an eine lange gemeinsame Geschichte an. Die Pfarrgemeinde Loipersbach ist seit 75 Jahren selbstständig.

 

ISSN 2222-2464