Evangelisch-lutherischer Bischof Bünker solidarisch mit Kultusgemeinde

Bischof Bünker: „Die Evangelische Kirche ist wie alle, die in unserer Gesellschaft Verantwortung tragen, verpflichtet, gegen Antisemitismus aufzutreten und daraus auch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen." Foto: epd/M. Uschmann
Bischof Bünker: „Die Evangelische Kirche ist wie alle, die in unserer Gesellschaft Verantwortung tragen, verpflichtet, gegen Antisemitismus aufzutreten und daraus auch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen." Foto: epd/M. Uschmann

Jedem gesellschaftlichen und persönlichen Antisemitismus entgegentreten

Wien (epdÖ) – An die Seite der Israelitischen Kultusgemeinde hat sich der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker gestellt. „In unserem Einsatz gegen Antisemitismus möchte ich meine Solidarität mit der besonderen Situation der Kultusgemeinde und mein Verständnis zu ihrer Haltung ausdrücken“, sagte der Bischof am Donnerstag, 25. Jänner, gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. „Die Evangelische Kirche ist wie alle, die in unserer Gesellschaft Verantwortung tragen, verpflichtet, gegen Antisemitismus aufzutreten und daraus auch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen“, so der Bischof.

Bünker erinnert in diesem Zusammenhang an die Verpflichtung der Evangelischen Kirche, jedem gesellschaftlichen und persönlichen Antisemitismus zu wehren, wie sie in der Erklärung „Zeit zur Umkehr“ angesprochen ist. Diese Erklärung hatte die Generalsynode, das höchste gesetzgebende Gremium der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich, 1998 verabschiedet. „Mit Scham stellen wir fest, dass sich unsere Kirchen für das Schicksal der Juden und ungezählter anderer Verfolgter unempfindlich zeigten“, heißt es dort. Auch die eigene Lehre und kirchliche Praxis sei auf Antisemitismen zu überprüfen und Vorurteilen entgegenzutreten. Die antisemitischen Schriften Luthers hat die Evangelische Kirche in dieser Erklärung „verworfen“.

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ISSN 2222-2464