Europa: Kirchen wollen Engagement für Migranten stärken

„Konferenz Europäischer Kirchen“ proklamiert 2010 zum „Europäischen Jahr der Kirchen für die Migration“

Genf (epd Ö) – Die „Konferenz Europäischer Kirchen“ (KEK) will ihr Engagement für Immigranten stärken. Für 2010 hat die ökumenische Dachorganisation ein „europäisches Jahr der Kirchen für Migration“ ausgerufen. Damit sollen die Rechte der Migranten betont und das Engagement der Kirchen zu ihren Gunsten sichtbar werden.

„Die Migranten sind Zeugen der globalisierten Welt, in der wir leben“, so Jean-Arnold de Clermont, der scheidende Präsident der KEK. Wenn man in Europa über das Thema Migration spricht, dann müsse es in erster Linie darum gehen, eine „würdige Aufnahme dieser Menschen“ zu garantieren.

Bei der jüngsten KEK-Vollversammlung in Lyon wurde beschlossen, die „Kommission der Kirchen für die Migranten in Europa“ (CEMW) in die CEC aufzunehmen. Die Arbeit mit Migranten werde damit zu einer tragenden Säule der Arbeit der CEC, neben der Beratung bei den europäischen Institutionen sowie dem theologischen Dialog zwischen den Kirchen.

Der KEK gehören 124 protestantische, anglikanische und orthodoxe Kirchen an. Die Migration habe auf viele dieser Kirchen dramatische Auswirkungen. So seien durch die Migration aus Rumänien, Moldawien und der Ukraine neue große orthodoxe Gemeinden in Italien, Spanien, Portugal, aber auch in der Türkei entstanden. Ebenso gebe es durch die Einwanderung aus Schwarzafrika neuen Zuwachs bei protestantischen Kirchen in Frankreich und Großbritannien.

ISSN 2222-2464